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Netzwerk-Grundlagen – Windows Essential Server Solutions, Teil 5 Small Business Server 2008 – Backup und Restore

Autor / Redakteur: Markus Widl / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Nicht immer verläuft der Betrieb eines Servers reibungslos. Energieprobleme, technische Defekte, Umwelteinflüsse und menschliches Versagen gefährden Unternehmensdaten und damit das Unternehmen selbst. Administratoren des Microsoft Small Business Server 2008 beugen hier mit einem einfachen Backup-Verfahren vor.

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Der SBS ist speziell auf die Bedürfnisse kleiner Unternehmen ausgerichtet.
Der SBS ist speziell auf die Bedürfnisse kleiner Unternehmen ausgerichtet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Datensicherung ist in der Praxis immer ein heikles Thema. Wohl kaum ein Administrator muss von der Notwendigkeit überzeugt werden, Backups anzulegen. Doch gestaltet sich dies in der Praxis als komplexer Prozess mit oft umständlichen Backuptools. Der speziell auf kleine und mittlere Unternehmen ausgerichtete Microsoft Small Business Server 2008 (SBS) hilft hier mit einem einfach einzurichtenden Backupverfahren, für das auch kein spezielles Expertenwissen vorausgesetzt wird.

Der Backup-Assistent

Das Anlegen und Planen regelmäßiger Backups erledigt der Administrator zentral in der „Windows SBS Console“ im Bereich „Datensicherung und Serverspeicherorte“. Der Assistent startet mit der Auswahl des Backup-Ziels. Hier können ausschließlich Festplatten ausgewählt werden.

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Tape-Laufwerke oder Backups in Netzwerkfreigaben werden nicht unterstützt. Microsoft empfiehlt grundsätzlich Backups nur auf externen Medien vorzunehmen. Das hat auch seinen guten Grund, denn was hilft das Backup auf einer internen Platte, wenn der Server auf Grund eines Leitungsbruchs unter Wasser steht oder einem Brand zum Opfer gefallen ist? Doch es müssen gar keine derartigen Katastrophen eintreten. Auch Schäden durch Überspannungen im Stromnetz, Diebstahl und Viren können zum vollständigen Datenverlust und der empfindlichen Lähmung des Unternehmens führen. Externe Platten können dagegen an sicheren Orten unabhängig vom Server aufbewahrt werden.

Es bietet sich an, zwei Platten als Backupziele anzugeben, die dann abwechselnd für das Backup an den Server angeschlossen werden. So kann die jeweils unbenutzt Platte sicher aufbewahrt werden.

Der SBS legt auf jeder Platte ein separates Backup an, so dass der Verlust einer Backup-Platte verschmerzt werden kann. Externe Platten können über USB, Firewire und eSATA an den Server angeschlossen werden. Sie sollten von Seiten der Kapazität mindestens 2,5x so groß sein, wie die Daten umfassen, die darauf gesichert werden sollen. Sie müssen aber mindestens so groß sein, wie die Quell-Partition(en) des Backupvorgangs.

Da ausgewählte Platten ausschließlich für das Backup verwendet werden, dürfen andere Daten dort nicht abgelegt werden. Bei der erstmaligen Einrichtung einer Platte als Backupziel werden eventuell darauf vorhandene Daten gelöscht. Dies geschieht auch bei der nicht empfehlenswerten Auswahl einer internen Platte als Ziel. Backupplatten werden im Windows Explorer nicht mehr angezeigt, so dass auch nicht versehentlich mit diesen Platten gearbeitet werden kann.

Ist die Entscheidung für das Backup-Ziel gefallen, wird die Backup-Quelle ausgewählt. Hier stehen alle lokalen Plattenlaufwerke des SBS zur Auswahl. Einzelne Ordner oder Elemente wie die Exchange-Stores können nicht einzeln ausgewählt werden. Die Auswahl enthält auch nur NTFS-formatierte Laufwerke, da FAT nicht unterstützt wird. In das Backup sollten Laufwerke mit folgenden Daten eingebunden werden:

  • System
  • Exchange
  • Windows SharePoint Services
  • Ordnerumleitungen der Benutzerdateien
  • Freigaben auf dem Server
  • gegebenenfalls SQL Server

Wurden Backup-Ziel und -Quelle festgelegt, wählt der Administrator aus, wann das Backup durchgeführt werden soll. Es erfolgt dann automatisch auf das jeweils angeschlossene Laufwerk. Bei den Zeitangaben kann zwischen „Einmal“, „Zweimal“ und bestimmten Uhrzeiten in Halbstundenschritten gewählt werden.

weiter mit: Der Backup-Vorgang

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