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SD-SCDF soll für Erhalt und langfristige Aufbewahrung von Daten sorgen SNIA arbeitet an Datenarchivierungs-Standard

| Redakteur: Martin Hensel

Der Branchenverband Storage Networking Industry Association (SNIA) will mit SD-SCDF (Self-Describing Self-Contained Data Format) ein neues Standardformat zum Erhalt und zur langfristigen Aufbewahrung von Daten einführen. Der Verband sieht die Notwendigkeit des Standards durch eine Umfrage bestätigt: Demnach bezweifeln 70 Prozent der 276 Teilnehmer, dass ihre Daten in 50 Jahren noch lesbar sind.

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Die SNIA will mit SD-SCDF die Langzeitarchivierung von Daten vereinfachen und standardisieren.
Die SNIA will mit SD-SCDF die Langzeitarchivierung von Daten vereinfachen und standardisieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Unter der Bezeichnung „Self-Describing Self-Contained Data Format“ (SD-SCDF) will die Storage Networking Industry Association (SNIA) einen neuen Standard zum Erhalt und zur langfristigen Aufbewahrung von Daten definieren.

Die Notwendigkeit eines solchen Formats zeigt das Ergebnis einer SNIA-Umfrage: Rund 70 Prozent der 276 Teilnehmer bezweifelten, dass sie ihre Daten in 50 Jahren noch einlesen können. Abhilfe soll SD-SCDF schaffen: Der Standard definiert einen logischen Container, der Inhalte und zugehörige Metadaten enthält. Eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung des Formats wurde bereits gegründet.

Schwierige Datenarchivierung

„Die langfristige Archivierung von Daten ist einerseits gesetzlich reguliert und andererseits unternehmensintern verbindlich festgelegt, die technischen Möglichkeiten der Umsetzung sind jedoch teuer und komplex“, erläutert SNIA-Europe-Chairman Jürgen Arnold. Ein Standard zur langfristigen Erhaltung der Daten sei deshalb absolut notwendig.

Zu den wichtigsten Herausforderungen der Langzeitaufbewahrung digitaler Daten zählen die physische und logische Migration der Inhalte. Laut SNIA ist im Schnitt alle drei bis fünf Jahre eine physische Migration notwendig, ein Wechsel der Applikation steht alle fünf bis sieben Jahre an.

SD-SCDF soll die Probleme der logischen Migration lösen. Laut SNIA wird das Format mit ILM-basierten Verfahren (Information Lifecycle Management) kompatibel sein. Es kann bei der Entwicklung von Applikationen entweder direkt implementiert oder in Verbindung mit SNIAs Storage-to-Application-Schnittstelle eXtensible Access Method (XAM) genutzt werden.

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