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Branchenverband nimmt sich Solid State Storage an SNIA entdeckt Solid State Disks

Redakteur: Rainer Graefen

Der Branchenverband Storage Networking Industry Association (SNIA) hat eine „Solid State Storage Technical Working Group“ ins Leben gerufen. Diese hat nun ihr erstes Whitepaper mit dem Titel „Solid State Storage 101 – An introduction to Solid State Storage“ vorgestellt. Auf zehn Seiten wird deutlich, dass der Verband erst am Anfang seiner Bemühungen steht.

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Babylonische Sprachverwirrung in der SNIA: Es ist gar nicht so leicht, die Einzelinteressen der Hersteller zu bündeln.
Babylonische Sprachverwirrung in der SNIA: Es ist gar nicht so leicht, die Einzelinteressen der Hersteller zu bündeln.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zu einem bemerkenswert späten Zeitpunkt hat die SNIA die Solid State Storage Initiative (SSSI) und die daran angeschlossene Arbeitsgruppe gebildet. Positiv hervorzuheben ist, dass die wichtigsten Player der Branche wie etwa Cisco, Dell, EMC, Fujitsu Siemens Computers aber auch HP, eine IBM, Microsoft, Sun, Sandisk oder Oracle mit im Boot sind.

In der Präambel des Whitepapers ist sich die SNIA-Arbeitsgruppe schon mal sicher, dass sie eine wichtige Rolle spielen wird, gleichgültig wie sich die SSD-Technik entwickeln wird. Im Vordergrund steht dabei „das Wachstum und den Erfolg von Solid State Storage sowohl im Geschäftsumfeld als auch beim Endverbraucher zu fördern“. Marketingaktivitäten und „Education“ sollen hier ebenso zum Ziel führen wie die Entwicklung von Standards. Profitieren sollen die Branche und Anwender von der Expertise des Verbands bei Speichersystemen.

Startschwierigkeiten

In ihrem ersten Whitepaper offenbart die Solid-State-Arbeitsgruppe nichts Neues. „Was ist Solid State Storage“, lautet die erste Zwischenüberschrift, „Geschwindigkeitssteigerung verbessert Gewinne“ die zweite. Anwendungen wie Datenbanken, Videoschnitt, High Performance Computing, Datenbanken und Online-Spiele sollen von den schnelleren Zugriffszeiten der SSD profitieren. Eigentlich würde ich an dieser Stelle erwarten, dass das Preis-Leistungsverhältnis dann doch stimmt.

Trotzdem wollen die Autoren nicht auf das Argument Preisverfall verzichten. Man spekuliert auf die beim Verbraucher durchgesetzte Erwartungshaltung, dass SSD billiger sein müsste als Festplatte. Die sinkenden Preise in der Halbleiterbranche werden nicht als kritisch für die Entwicklung von SSDs genommen, sondern als günstige Gelegenheit. Ein Fehler, wie ich meine, mit günstigen Preisen pro Kapazität zu werben und nicht den Preis pro I/O hervorzuheben.

Weiter mit: Platz- und Stromeinsparungen mit SSDs

(ID:2019195)