Grundlagen der Flash-Technik Teil 1

So funktionieren die blitzschnellen Speicher

03.02.2009 | Autor / Redakteur: Hermann Strass / Nico Litzel

Aufbau einer Flash-Zelle (Quelle: Wikipedia, Urheber Appaloosa)
Aufbau einer Flash-Zelle (Quelle: Wikipedia, Urheber Appaloosa)

Weiterentwicklung

In einem späteren Artikel werden einige Ausblicke auf die zukünftige Entwicklung, weitere Einzelheiten zu Mehrbit-Zellen und zu anderen Flash-Techniken gegeben. Üblicherweise geht man von einer Zeitspanne von fünf Quartalen zwischen zwei Flash-Generationen aus. Manchmal wird die Kapazität zwischen den Generationen verdoppelt, manchmal reicht es aber nur für eine Steigerung um 50 Prozent. Die Experten erwarten zunächst noch einige Generationen lang ein „weiter so“. Für die Zeit danach werden aber schon eifrig andere Techniken erforscht.

In den ersten acht Jahren der Flash-Technik sind die Preise, umgerechnet auf ein Megabyte, um den Faktor fünfzig gefallen. Dieser Preisverfall wird aber verflachen. Auch bei den Festplatten gibt es Entwicklungen hin zu günstigeren Preisen, höheren Geschwindigkeiten und höheren Kapazitäten. Da die Festplattentechnik schon sehr viel länger im Einsatz ist, bewegt sich deren Entwicklungskurve bereits im flacheren Teil gegenüber der noch sehr jungen Flash-Technik. Diese wird sich also in überschaubarer Zeit näher an das Niveau der Festplattentechnik heranarbeiten.

Die Verkaufspreise der Hersteller stehen seit kurzer Zeit unter zusätzlichem Preisdruck. Im letzten Jahr hat beispielsweise Apple allein etwa 13 Prozent der Weltproduktion an Flash-Speicher aufgenommen. Eine Steigerungsrate von fast 30 Prozent wurde prognostiziert. Industriekunden mit ihren üblicherweise kleinen Abnahmemengen wurden nicht mehr direkt bedient. Jetzt gehen Apple und andere Großabnehmer nur noch von einer „minimalen“ Steigerungsrate aus.

Preisverfall mit Verzögerung

Die hochgefahrenen Produktionsmengen drängen nun auf den Markt. Vereinzelt gab es innerhalb von ein bis zwei Monaten Preisrückgänge von 30 Prozent beim Herstellerpreis von USB-Sticks. Allerdings ist das meiste davon im Zwischenhandel hängen geblieben. Die Endverbraucherpreise sind, je nach Kapazität, gleich geblieben oder nur um etwa zehn Prozent gesunken. Ein weiterer Preisverfall ist aber, mit einiger Verzögerung, zu erwarten.

In den USA wird die Zukunft immer sehr rosig gesehen. Der Markt für Massenspeicher auf Halbleiterbasis soll von derzeit sehr gering auf zehn Milliarden Dollar im Jahr 2012 steigen (Steve Jeon, CEO of Mtron). IDC erwartet, dass der Einsatz von Halbleiterspeicher in mobilen PCs von heute fast null auf 20 Prozent im Jahr 2011 steigen wird.

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