Hadoop-Distribution für NoSQL- und Big-Data-Analysen von MapR

Solider Unterbau für Hadoop

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Nico Litzel

Unternehmen, die an den Aufbau einer Private Cloud mit Big-Data-Analysefähigkeiten denken, profitieren ebenfalls. Sie können durch Mandantenfähigkeit beispielsweise die Analysen unterschiedlicher Abteilungen sauber trennen.

Kein Einsatz von proprietären Konnektoren

Hardwarebasis von MapR, das sich als reines Softwareunternehmen definiert, sind Standard-Intel-Server, als Betriebssystem dient 64-Bit-Linux. Es sind NFS-, ODBC-, LDAP- und REST-Schnittstellen vorhanden, proprietäre Konnektoren sind also nicht erforderlich.

MapR-Systeme bestehen aus mindestens zwei redundanten Knoten – nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Sie speichern jedes File auf jeweils drei Knoten, falls ausreichend viele vorhanden sind, oder zumindest auf drei unterschiedlichen Festplatten. Files dürfen bis zu einem Terabyte groß sein. Das System arbeitet mit virtuellen Volumes, deren Größe ebenfalls unbegrenzt ist.

Für Echtzeitanalysen, beispielsweise von Social-Media-Streams, ist wichtig, dass die Daten über NFS direkt in die Analyseknoten gestreamt werden können und sich das zu analysierende Datenmaterial selbsttätig über die vorhandenen Speicherknoten so verteilt, dass es optimal analysierbar ist. Den Suchindex speichert MapR direkt auf Hadoop, was das Suchen stark beschleunigt. MapR ist mit Suchlösungen wie LucidWorks integriert.

Drei Versionen

Derzeit gibt es drei Versionen: eine kostenlos nutzbare, MapR5 und die Profi-Ausgabe MapR 7, die erst jüngst auf den Markt kam. Das Verdienstmodell des Anbieters basiert auf einer vierstelligen monatlichen Mietgebühr pro Knoten und Monat. Das sichert dem Startup einen berechenbaren Einnahmenstrom und dem Kunden, dass er sich um Softwarewartung und Updates nicht kümmern muss.

Schon 1.000 Kunden nutzen MapR, allerdings viele die kostenlose Variante. Zwei Kunden, die Zeljko Dodlek, Sales Director für den deutschsprachigen Raum, jedoch nicht nennen darf, sitzen in Deutschland. Großes Interesse gibt es laut dem Manager vonseiten aller Cloud-Provider, die jetzt schon Big-Data-Services anbieten oder in Zukunft daran denken. „Wir reden hier beinahe mit jedem“, behauptet Dodlek. Auch Partner unter den Integratoren, die das Produkt beispielsweise durch spezialisierte Analyselösungen anreichern könnten, gibt es schon: Die MapR-Distributionen vertreiben Norcom, Cimt und Comsystem.

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