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Verkaufspreise von LG-Geräten um 27,8 Prozent gesunken Sony Ericsson, LG und Motorola verkaufen weniger Mobilfunk-Geräte

| Redakteur: Katrin Hofmann

Zirka 326 Millionen Handys und Smartphones verkauften die Anbieter weltweit im zweiten Quartal dieses Jahres. Von den steigenden Verkaufszahlen profitierten Nokia, Samsung, RIM, Apple, HTC und ZTE. Allerdings herrscht im Markt Preisdruck.

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Der Smartphone-Absatz wuchs um über 50 Prozent.
Der Smartphone-Absatz wuchs um über 50 Prozent.
( Archiv: Vogel Business Media )

13,8 Prozent mehr mobile Endgeräte als im Vorjahrjahreszeitraum konnten von April bis Juni 2010 rund um den Globus verkauft werden. Besonders hohen Zuwachs verzeichneten Gartner zufolge Smartphones, deren Absatz – vorangetrieben durch neue Produkte von Apple, HTC und Motorola – um 50,5 Prozent wuchs. Ihr Anteil am gesamten Markt beträgt damit mittlerweile 19 Prozent beziehungsweise 61,9 Millionen Stück, ungeachtet der Beeinträchtigungen, die die Engpässe bei AMOLED-Displays mit sich gebracht hatten.

ASPs im Sinkflug

Allerdings sank trotz dieses zweistelligen Plus der durchschnittliche Verkaufspreis, verbunden mit Druck auf die Gewinnspannen. „Wir schreiben den Rückgang des Average Selling Price (ASP) einem stärkeren Dollar, einem schwächeren Euro und dem intensiven Wettbewerb zu, der Preisanpassungen und Änderungen im Produktportfolio hervorrief“, erklärt Gartner-Analystin Carolina Milanesi die Lage. So hätten Hersteller wie LG oder Samsung um Marktanteile mit niedrigen Preisspannen gerungen: ein Ansatz, der sich letztlich als riskant herausgestellt habe. So sanken die ASPs (durchschnittliche Verkaufspreise) von LG den Gartner-Analysten zufolge um ganze 27,8 Prozent.

Motorola verliert deutlich

Auch konnte LG von dieser Preis-Strategie nicht profitieren. Vielmehr sank der Absatz sogar leicht: Hatte das Unternehmen noch im 2. Quartal 2009 rund 30,5 Millionen Handys und Smartphones verkauft, waren es im 2. Quartal dieses Jahres nur zirka 29,4 Millionen. Einbußen bezüglich der Stückzahlen mussten ebenso Sony Ericsson und Motorola verkraften. Motorolas Absatz sank am stärksten, von 15,9 Millionen auf 9,1 Millionen Einheiten im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Nokia hat mit 34,2 Prozent Marktanteil und einem Plus bei den Absatzzahlen die Nase vorn, gefolgt vom Hersteller Samsung, der sich ebenfalls über Mehrabsatz freuen konnte. Auf den Rängen drei bis zehn folgen LG, Research in Motion (RIM), Sony Ericsson, Motorola, Apple, HTC, ZTE und G`Five. RIM konnte ebenso wie Apple, HTC und ZTE mehr Geräte an den Mann beziehungsweise die Frau bringen.

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