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Die Gefahr aus der Wolke Sony- und Amazon-Probleme schüren Zweifel an externer Datenhaltung

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Cloud Computing funktioniert, weil externe Datenhaltung sicherer ist als die auf Systemen der KMUs. Die Zweifler mehren sich, denn Hacks und Pannen bei großen Diensten werfen neue Fragen auf.

Insbesondere in Deutschland geben User ihre Daten ungern in ein externes System, das sich außerhalb ihrer Kontrolle befindet.
Insbesondere in Deutschland geben User ihre Daten ungern in ein externes System, das sich außerhalb ihrer Kontrolle befindet.
( Foto: P.R. Yakin - Fotolia.com )

Die Angst vor schwarzen Schwänen geht auch in der IT-Branche um. Das sind unvorhergesehene Ereignisse, die nach gängiger Überzeugung der meisten Experten auf einem Gebiet so unwahrscheinlich sind, dass sie gar nicht zur Debatte stehen. Sie können aber eben doch eintreten und dann ist das Entsetzen groß. Für die Beteiligten kann es dann so richtig unangenehm werden.

Bei Sony rechnete sicherlich keiner damit, dass es Hacker schaffen, fast ebensoviele Kundendaten (vielleicht inklusive Kreditkarteninformationen) aus dem Playstation-Netzwerk zu stehlen, wie es Einwohner in Deutschland gibt. Und nachdem das passiert ist, rechnete man bei Sony sicherlich nicht mit dem zweiten Datenklau, bei dem kurze Zeit später ein Internet-Spiele-Server von Sony Online Entertainment (SOE) geknackt wurde. Diesmal ging es um weitere 25 Millionen Kundendaten, darunter auch Bankverbindungen, Namen, Kontonamen und Adressen von rund 12.700 Kunden aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Die SOE-Daten umfassen Name, Adresse, E-Mail, Geburtsdatum, Telefonnummer, Login-Name und das verschlüsselte Passwort.

Neben krimineller Gewinnerzielungsabsicht (Adressverkauf, Kreditkartenbetrug) wird gemutmaßt, dass hinter den gezielten Angriffen ein Racheakt aus der Hacker-Szene steht: Sony hatte zuvor einem Playstation-Hacker das Leben schwer gemacht, ihn verklagt und sich dann außergerichtlich geeinigt. Es könnte eine Botschaft sein: Legt Euch nicht mit uns an.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu „schwarzen Schwänen“ und der Skepsis gegenüber externer Datenhaltung.

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