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Wo Virtual Local Area Networks und Virtual Private LAN Services versagen SPB: designt für die Virtualisierung von Next-Gen Data-Center-Umgebungen

Autor / Redakteur: Andreas Herden / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Virtualisierung ist ein revolutionärer Rechenzentrumstrend und hat die Software- und Server-Industrie bereits maßgeblich beeinflusst. Jetzt wirkt sich das Thema mehr und mehr auch auf das Design von RZ-Netzen aus und erfordert hier konkrete Lösungen wie Shortest Path Bridging.

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Mit seinem Virtual Service Network will Avaya die Virtualisierung in Next-Gen Rechenzentren unterstützen
Mit seinem Virtual Service Network will Avaya die Virtualisierung in Next-Gen Rechenzentren unterstützen

Viele bis dato verwendete Technologien und Architekturen sind zweifellos nicht mehr zeitgemäß. Oft sind aktuelle Lösungen jedoch hochkomplex, was dynamische Systemumgebungen belastet.

Angesichts dessen ist es nicht überraschend, dass sich Unternehmen zunehmend für Next-Gen Netzwerk-Architekturen interessieren, welche die Infrastruktur in puncto Design, Einsatz und Management vereinfachen.

Anforderungen an das Netzwerk

Ein erfolgreiches Unternehmen muss sich heute flexibel anpassen. So sollten virtuelle Maschinen in der Firmen-IT nicht nur zwischen Servern in einem Rack verlagert, sondern beliebig zwischen Data Centern verschoben werden können. Hierfür benötigen die Unternehmen eine Netzwerkstruktur, welche die dynamischen Anpassungen in den virtuellen Umgebungen unterstützt und komplettiert.

Zudem sollte die Struktur die Bereitstellung von relevanten Geräten im Netzwerk automatisieren und die Migration virtueller Maschinen zwischen Servern unterstützen. Das sind Fähigkeiten, die Kunden von Ihren Netzwerk-Lösungsanbietern erwarten – ohne, dass die Komplexität in der Architektur anwächst oder gar Risiken zunehmen.

Nicht ohne Limitierungen: VLAN und VPLS

Die Möglichkeit der nahtlosen Migration von virtuellen Maschinen in einem Netzwerk ist heutzutage eine durchaus gängige Herausforderung. Allerdings muss hierfür ein Layer-2-Netzwerk über die gesamte Umgebung eines Data Centers erweitert werden. Unternehmen nutzen traditionell Technologien wie das Virtual Local Area Network (VLAN) oder den Virtual Private LAN Service (VPLS), um ihre Netzwerkumgebung zu erweitern. Doch diese Ansätze beinhalten signifikante Time-to-Service Limitierungen. Zudem bergen sie aufgrund der Vielzahl von Änderungen, die entlang des Verbindungspfades erforderlich sind, ein hohes Risiko von Anwenderfehlern.

Flexibilität durch SPB

Shortest Path Bridging (SPB), der IEEE 801aq Standard, ist die Next-Gen-Technologie der ersten Wahl. Sie wurde für die Virtualisierung von Data-Center-Umgebungen entwickelt und bietet jede Menge Potenzial.

SPB ist eine offene Technologie, die es Unternehmen ermöglicht, das Einrichten und Konfigurieren von Netzwerken zu vereinfachen. Das geschieht, indem sie unternehmensweit und unter Einbeziehung der Cloud kritische Dienste bereitstellen. Sobald dies abgeschlossen ist, rekonfiguriert sich der Rest des Netzwerks automatisch unter Einbindung aller relevanten Geräte und Verbindungen.

SPB stellt so die nötige Flexibilität und Mobilität bereit, die zur Einrichtung und Verwaltung einer privaten Cloud erforderlich sind. Als Zusatznutzen werden dabei auch noch alle alten und komplexen Protokolle eliminiert.

North-South goes East-West

Die Optimierung der so genannten Ost-West-Kommunikation ist ein weiterer Faktor, der besonderer Überlegungen bedarf und immer komplexer wird. Denn die Kommunikation zwischen den Servern übersteigt zunehmend den Datenverkehr von Servern zu den Clients und kann dadurch maßgeblich den Gesamt-Traffic in einem Data Center beeinflussen.

So sind Unternehmen mitunter gezwungen, Top-of-the-Rack-Lösungen (ToR) zu nutzen, die nicht nur hochkapazitives lokales Switching unterstützen, sondern auch die Kommunikation zwischen einzelnen Racks optimieren. Dies soll vermeiden, dass der komplette Datenverkehr über das Herzstück des Netzwerks läuft.

Die optimale Lösung für dieses Problem liegt in der Verwendung einer direkten Verbindung zwischen den Racks. Deshalb sollten ToR-Switches eine besondere Technologie nutzen – zehn Gigabit- und die aufkommende 40 Gigabit-Konnektivität alleine reichen dazu nicht aus. Im Sinne der Flexibilität sollten Unternehmen Lösungen wählen, die auf Dual ToR-Switch Konfigurationen setzen. Diese Lösungen bieten aktives Dual Homing für Server oder Speichergeräte. Fehler in der Einzelanbindung werden so zuverlässig vermieden.

Fazit

Mehr als zuvor müssen Unternehmen alle verfügbaren Lösungen dahingehend untersuchen, ob sie einen unterbrechungsfreien Informationsfluss gewährleisten können. Entscheidungsträger werden unter diesen Lösungen solche bevorzugen, die eine konsequent optimierte End-to-End Verbindung zwischen den Anwendern bereitstellen.

Andreas Herden, Leader Data Technical Operations EMEA, Avaya
Andreas Herden, Leader Data Technical Operations EMEA, Avaya

Über den Autor

Andreas Herden ist Leader Data Technical Operations EMEA bei Avaya

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