Praxis: Hyundai Mobil fährt mit Qumulo

Speicher für die Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnologien

| Redakteur: Tina Billo

Für die Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnologien benötigte Hyundai Mobis eine Speicherlösung, die sich abhängig von den Kapazitätsanforderungen beliebig erweitern lässt.
Für die Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnologien benötigte Hyundai Mobis eine Speicherlösung, die sich abhängig von den Kapazitätsanforderungen beliebig erweitern lässt. (Bild: Hyundai Mobis)

Hyundai Mobis will sich bei Sensorik-Lösungen für das autonome Fahren an die Spitze setzen. Dementsprechend laufen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den weltweiten Niederlasssungen des Automobilzulieferanten schon seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Hierzu gehört die Auswertung von Videoaufzeichnungen, die schnell mehrere Hundert Terabyte an Daten ausmachen. Für deren Speicherung setzt das Unternehmen auf eine Lösung von Qumulo.

Hyundai Mobis verfolgt ambitionierte Ziele. Unter anderem will der weltweit sechstgrößte Zulieferer der Automobilindustrie seinen Umsatz bis 2025 jährlich um acht Prozent steigern. Über 40 Milliarden US-Dollar soll dieser dann betragen, ein Viertel davon will das Unternehmen mit Fahrzeugtechnologien für autonomes Fahren erwirtschaften.

Um Systeme für die vernetzten und selbstfahrenden Autos der Zukunft zu entwickeln, müssen riesige Mengen an Daten analysiert werden. Hierfür fahren die Forscher von Hyundai Mobil durch verschiedenste Regionen und fangen mit Kameras alle Streckendetails - Verkehrsschilder, Ampeln, Passanten, potenzielle Gefahrenherde etc. - ein. Zurück im Labor werden die Videoaufzeichnungen ausgewertet und als Trainingsdaten in Softwarelösungen eingespeist.

Scale-out anstelle Scale-up

Für die Speicherung der Videos setzte Hyundai Mobis in der Vergangenheit auf ein traditionelles Scale-up-NAS. Doch da Bewegtbilder datenintensiv sind erwies sich das Speichersystem bei steigendem Volumen als Achillesferse. Der Ausbau der Kapazität hätte die Anschaffung zusätzlicher, separat zu verwaltender Einheiten erfordert. Ergebnis wäre eine Silostruktur gewesen, die wiederum die manuelle Migration und Verwaltung von Daten nach sich gezogen hätte.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die Lösung nicht bedarfsgerecht erweitern ließ. Vielmehr musste vorausschauend Speicherplatz in größerem Umfang hinzugekauft werden, um für den künftigen Bedarf gerüstet zu sein. Das wiederum führte zu hohen Vorlaufkosten. "Zu fragmentiert und zu teuer, um die aktuelle und zu erwartende Last zu bewältigen", so das Fazit. Insgesamt also eine unzufriedenstellende Situation, die das IT-Team dazu veranlasste, nach einer Alternative Ausschau zu halten.

Einfach und skalierbar

Dass der Scale-out-Ansatz aufgrund der Single-Volume-Architektur und linearen Skalierbarkeit die bessere Wahl darstellt, war schnell klar. In den Lösungen von Qumulo fand John Beck, IT Manager bei Hyundai Mobi, letztlich das Gesuchte. Und entschied sich damit gegen das bereits in der europäischen Niederlassung betriebene und von den Kollegen empfohlene NAS-System.

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Die Qumulo-Vorteile

Heute kommen sechs hybride QC208 Speicher-Appliances des Herstellers in einer Cluster-Konfiguration zum Einsatz. Insgesamt bieten die Knoten Raum für über 600 Terabyte an Daten. Der Clou ist jedoch nicht die Hardware, sondern das von Qumulo von Grund auf neu entwickelte und hochskalierbare Dateisystem QF2, hinter dem einige der zuvor für den Erfolg des Isilon OneFS File-System verantwortlich zeichnenden Köpfe stehen.

QFS ist universell ausgelegt, läuft On-Premise auf Standard x86-Hardware basierenden Knoten ebenso wie auf Cloud-Instanzen und bewältigt Milliarden von Dateien sowie viele Petabyte an Kapazität. Integraler Bestandteil ist die Datenbank QumuloDB. Diese legt das Fundament für Echzeit-Analysen, so dass sich Speicherleistung-, -kapazität und Nutzeraktivitäten Cluster-übergreifend im Blick behalten lassen.

Auch in punkto Installation und Kosten überzeugte Qumulo."Die Lösung ließ sich schnell implementieren und einrichten - ganz im Gegensatz zu dem zuvor genutzten Speichersystem", erläutert John Beck. "Darüber hinaus können wir eine auf Standardhardware basierende Flash-First-Hybridarchitektur nutzen, dies zahlt sich wirtschaftlich aus."

Nahezu wartungsfreier Betrieb

Obwohl das bei Hyundai Mobis eingesetzte QF2-System einen immer größeren Berg an Daten beherrschen muss, bleibt der Management-Aufwand gleich. Abgesehen von gelegentlichen Software-Updates muss sich das IT-Team kaum um die Lösung kümmern und kann sich dadurch auf andere Aufgaben konzentrieren.

"Der QF2-Cluster ist sehr einfach zu warten, eigentlich müssen wir hierfür keine Zeit aufwenden", führt Beck aus. Sollten dennoch einmal Schwierigkeiten auftreten, steht das Qumulo Care Support-Team dem Unternehmen direkt zur Seite. Von Vorteil ist, dass dieses das Kundensystem per Cloud-basiertem Monitoring kontinuierlich überwachen und sich ankündigende potenzielle Probleme bereits im Vorfeld erkennen und lösen kann. Dies minimiert das Risiko, dass es zu Ausfällen und damit Betriebsunterbrechungen kommt.

"Das Qumulo Support-Team löst Probleme, bevor diese überhaupt zu solchen werden", lobt Beck. "Das proaktive Monitoring ist für uns von ungeheurem Vorteil und ein Service, den wir so bislang nicht kannten - es scheint, als würde Qumulo tatsächlich auf uns aufpassen."

Weltweite Nutzung geplant

Aufgrund des bislang erfolgreichen Einsatzes plant Beck die Qumulo-Installation auszuweiten. Künftig sollen zu Forschungs- und Entwicklungszwecken auch Daten aus anderen globalen F&E-Einrichtungen an den Cluster übermittelt werden. Aufgrund der enormen Skalierfähigkeit des QF2-Systems bei dennoch gleichbleibend geringem Verwaltungsaufwand sieht sich Beck hier auf der sicheren Seite.

Hinzu kämen die Echtzeitanalysefunktionen, dank der sich auch bei globaler Nutzung die Cluster-Nutzung im Auge behalten lässt. Dies sei wichtig, um den Anforderungen der Teams in punkto Kapazitäts- und Leistungsausbau stets den nötigen Schritt voraus zu sein.

Darüber hinaus ist angedacht, die Lösung ebenso für die Speicherung von Daten aus anderen Unternehmensabteilungen zu nutzen. Hier sei von entscheidendem Vorteil, dass QFS nicht nur mit großen Dateien, sondern gleichermaßen mit vielen kleinen Files umgehen kann.

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