Speicher-Virtualisierung – der nächste Schritt zur dynamischen IT

Speicherinseln vermeiden und Speichervirtualisierung im Netzwerk voranbringen

30.06.2010 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Rainer Graefen

Sychrone Spiegelgruppen sind eine herausragende Funktion von SVSP.
Sychrone Spiegelgruppen sind eine herausragende Funktion von SVSP.

Die Virtualisierung der Server ist etabliert und befindet sich in der Umsetzung. Wer allerdings eine dynamische IT etablieren will, muss sich fragen, wo er den Speicher am Besten virtualisiert.

Die Vorteile der Virtualisierung von Serversystemen sind anerkannt. Es ist lediglich eine Frage der Zeit und der Abschreibungszeiträume der Server bis sie im breiten Stil virtualisiert sind. Die größten Vorteile, die sie für sich verbuchen kann sind eine bessere Ausnutzung der Hardware und ein flexibleres Management.

Die verbesserte Ausnutzung beruht darauf, dass man einen Server nicht mehr einer Applikation fest zuordnet, sondern ihn zwischen mehreren Anwendungen und Betriebssystemen aufteilt.

Unterstützt durch die Verwaltungstools lassen sich virtuelle Systeme sehr schnell in Betrieb nehmen, verändern oder wieder deaktivieren. Dies sorgt für höchste Dynamik, Auslastung und Verfügbarkeit der Server. Warum sollte das Prinzip daher nicht auch auf die Speichersysteme angewandt werden?

wichtige Anforderungen an das Speichersystem: Ressourcennutzung und Hochverfügbarkeit

Die Anforderungen an den Speicher sind äquivalent mit jenen der Server: Bessere Ressourcennutzung und Hochverfügbarkeit zählen auch hierbei zu den meist geforderten Aspekten. Die nativen Speichersysteme unterstützen diese Forderungen aber oft nur unzureichend.

Ihre Ausrichtung liegt vor allem in der Schaffung eines großen Datenpools durch die Zentralisierung des Speichers. Doch auch der größte Pool wird bei steigendem Datenaufkommen irgendwann gefüllt sein.

Der traditionelle Weg, um dem steigenden Speicherbedarf gerecht zu werden, ist die Beschaffung eines weiteren Speichersystems. Doch dies führt zu mehreren getrennten Speicherinseln. Diese sind getrennt zu verwalten und haben auch sonst kaum Berührungen.

Migrationshintergrund

Eine Erweiterung erfordert oftmals das Umkopieren der Daten auf das Nachfolgesystem. Dies geht nicht ohne Unterbrechung. Hinzu kommt, dass für die Nachfolgesysteme meist auch die Lizenzen neu beschafft werden müssen und damit Folgekosten entstehen.

Um die Speicherverwendung zu optimieren, packen die Hersteller meist einen Satz erweiterter Dienste und Funktionen dazu: Dies sind beispielsweise Hilfen für Backups, Snapshoting, Cloning, Thin Provisioning, Replikationen oder dergleichen.

Diese Funktionen sind in der Regel immer auf ein Speicherarray eingeschränkt. Eine Replikation oder Snapshoting zwischen den Speichersystemen unterschiedlicher Hersteller wird in der Regel nicht unterstützt.

Speichervirtualisierung erhöht die Effizienz

Was fehlt ist eine übergreifenden Verwaltung aller Speicherinseln. Mehrere Methoden sind möglich. HP hat sich allerdings für eine Outband-Speichervirtualisierung im Speichernetz entschieden.

Erst damit ist es möglich, eine Verwaltung aller vorhandenen oder hinzukommenden Speicherinseln unter einen Hut zu packen. HP hat diese und ähnliche Funktionen zur SAN-Virtualisierung in SVSP (HP StorageWorks Virtualization Service Platform) gebündelt.

Dazu gehören die Funktionen zur Verwaltung unterschiedlicher Speichersystem aber auch erweiterte Dienste und Funktionen wie Snapshoting, Thin Provisioning oder Replikationen. Dies erhöht die Einsatzbreite und die Nutzungsmöglichkeiten.

weiter mit: Netzwerk-Virtualisierung und Lizenzpolitik

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