Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Speicherkapazität für 13.000 Studenten

19.04.2007 | Autor / Redakteur: Rainer Graefen und Bernhard Schoon / Nico Litzel

Da die frühere Backup-Lösung an die Grenzen ihrer Kapazität gestoßen war, entschied sich das Rechenzentrum der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg-Bergedorf für das Speichersystem rapidNAS des Münchner Storage-Spezialisten N-Tec.

Über 13.000 Studierende, davon 15 Prozent aus über 100 Nationen, studieren zurzeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg. Die aus der früheren Fachhochschule hervorgegangene Einrichtung stellt ein vielseitiges Angebot an praxisorientierten Studiengängen bereit. Mit Technik, Wirtschaft und Medien am Berliner Tor, den Life Sciences in Bergedorf, Design in der Armgartstraße und Sozialwissenschaften in der Saarlandstraße ist die Institution über mehrere Standorte verteilt.

Der akademische Betrieb wird von mehreren dezentralen Rechenzentren unterstützt. Dazu zählen das Intranet Service Center (ISC) und der IT-Service der Hochschulverwaltung (HV-IT) am Berliner Tor sowie das Rechenzentrum in Bergedorf, das die IT-Services für 2.500 Studenten und rund 100 Mitarbeiter des Instituts organisiert. Im Wesentlichen wird hier die Bereitstellung von PC-Arbeitsplätzen, Webservern sowie die Datenhaltung organisiert.

Inhaber einer Benutzkennung können die Rechner in den Terminal-Räumen des Rechenzentrums sowie dessen Drucker benutzen, eine eigene E-Mail-Adresse an der HAW einrichten oder eine Verbindung ins Internet aufbauen. Auch eigene, nichtkommerzielle Homepages dürfen auf dem Server eingerichtet werden. Als Clients werden PCs mit dem Betriebssystem Windows und Apple Macintosh eingesetzt, auf den Servern arbeitet die HAW mit dem Betriebssystem Linux.

Die Anforderungen

„Um die Daten aller Anwender systematisch und langfristig sichern zu können, suchte man nach einem Storage-System zum Backup, denn die vorherige Lösung hatte die Grenzen ihrer Kapazität erreicht”, erinnert sich Ute Korn vom vierköpfigen Administratoren-Team des Rechenzentrums Bergedorf. Die Anforderungen: Das System sollte unter Linux laufen, eine hohe Ausfallsicherheit aufweisen, Snapshots zur bedarfsweisen Datensicherung sowie den Austausch der Festplatten im laufenden Betrieb ermöglichen und als RAID-System verwendbar sein.

Nach einer Analyse des aktuellen Anbietermarktes entschied sich die Hochschule aus mehreren Gründen für das rapidNAS. Da Hochschulen bekanntermaßen nur über geringe IT-Budgets für viele User und damit viele Daten verfügen, konnte der Münchner Storage-Spezialist N-Tec erste Überzeugungsarbeit mit dem optimalen Preis-Leistungsverhältnis bei der Speicherkapazität leisten. Außerdem unterstützt das System im Gegensatz zu reinen Windows-Dateiservern neben den Netzwerkprotokollen SMB und iSCSI auch das für die Unix- und Linux-Welt wichtige NFS-Protokoll. Ein letzter, wichtiger Pluspunkt erleichterte der Hochschule Hamburg die endgültige Entscheidung: Das rapidNAS unterstützt ebenfalls den Verzeichnisdienst LDAP (Lightweight Directory Access Protocol), mit dem sich Benutzerzugriffe steuern lassen.

Je ein Produktions- und Backup-System

Als Produktivsystem wählten die IT-Verantwortlichen das rapidNAS DSS524 U3, in dem ein Hardware-RAID-Controller arbeitet. Die Festplatten können mit RAID-1 respektive 10 gespiegelt werden, aber auch mit RAID-5 mit Paritätsbit. In diesem primären Speichersystem sind 24 leistungsstarke SCSI-Festplatten zu jeweils 300 Gigabyte installiert. Das auf Software von Open-E basierende Storage-System lässt sich entweder als NAS- oder als iSCSI-Lösung oder in einer Kombination aus beiden betreiben. Über zwei Gigabit-Ethernet-Ports kann das System entweder hochverfügbar an das Netzwerk angeschlossen werden oder auch unterschiedliche Netzwerke bedienen.

Remote Management

Eine weitere Einheit des rapidNAS DSS524 S2 wurde als Sekundärspeicher für die Datensicherung vorgesehen. Hier sind 24 hochkapazitive SATA-300-Festplatten mit jeweils 500 Gigabyte installiert. Mit der Software Open-E Data Storage Server (DSS), einem IP-Storage-Betriebssystem mit NAS und iSCSI-Funktionalität und Web-basierendem GUI, ist das Remote-Management der Storage-Komponente möglich.

Die NAS-Komponenten wurden, zusammen mit einem fünfjährigen Wartungsvertrag, bei N-Tec aus Ismaning bei München bezogen. Das Unternehmen entwickelt und produziert eigene Storage-Lösungen und stellt RAID-Komplettlösungen für Anwender aus unterschiedlichen Branchen zusammen.

Anfang dieses Jahres wurden die neuen Geräte in Betrieb genommen. Seitdem sind die Speichersysteme im Dauereinsatz. Ausfälle gab es keine, sodass die Administratoren im Rechenzentrum Bergedorf inzwischen von der Wirtschaftlichkeit vollends überzeugt sind. Das Fazit von Ute Korn: „Die Wahl des rapidNAS, basierend auf Open-E-Software DSS, war vollkommen richtig, und wir würden uns auch erneut für dieses Gerät entscheiden.”

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