Zahlen von Gartner für externe Controller-basierende Speichersysteme

Speichermarkt wächst im zweiten Quartal 2012 weltweit um 6,7 Prozent

| Redakteur: Nico Litzel

Gartner verzeichnet im Markt für externe Speichersysteme für das zweiten Quartal 2012 ein Plus von 6,7 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
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Gartner verzeichnet im Markt für externe Speichersysteme für das zweiten Quartal 2012 ein Plus von 6,7 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Den Marktforschern von Gartner zufolge haben die Speicherhersteller im zweiten Quartal 2012 weltweit 5,5 Milliarden US-Dollar mit externen, auf Controller-basierenden Speichersystemen umgesetzt. Das entspricht einem Plus von 6,7 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

„Obwohl sich die durch die Thailandflut im Oktober 2011 verursachten Lieferschwierigkeiten bei Festplatten nicht mehr auf die Nachfrage auswirken, hatte die Wirtschaft im zweiten Quartal 2012 in einigen Regionen eine schwächende Wirkung auf die Umsätze der Anbieter“, fasst Roger Cox zusammen, Research Vice President bei Gartner. „Insbesondere hat die mürrische Wirtschaft in EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) nur zu einem Umsatzwachstum von 2,6 Prozent geführt, entgegen den ursprünglich prognostizierten 7,4 Prozent. Gleichzeitig hat die sich abkühlende Wirtschaft in Asien und dem pazifischen Raum dafür gesorgt, dass die Umsätze nur um neun Prozent zulegen konnten, was 7,1 Prozentpunkte unter Gartners früherer Prognose liegt. Lediglich in Nordamerika und Japan haben sich unsere Prognosen bewahrheitet oder wurden sogar übertroffen.“

EMC, Fujitsu und Oracle übertreffen den Branchendurchschnitt

Den Zahlen von Gartner zufolge konnten die drei Speicheranbieter EMC, Fujitsu und Oracle im zweiten Quartal dieses Jahres den Branchendurchschnitt beim Umsatzwachstum übertreffen (siehe Tabelle in der Bildergalerie). Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens konnte EMC dank der „Optimized-to-fit"-Produktstrategie die Spitzenposition bei den externen Controller-basierenden Speichersystemen weiter ausbauen und den Marktanteil auf 33,3 Prozent erhöhen.

Fujitsu hingegen profitiere von einer Erholung Japans, so Gartner, wo das Tochterunternehmen Fujitsu Technology Solutions bessere Ergebnisse beim Absatz von Geräten unter der Marke Fujitsu Eternus vorweisen kann.

Oracle steigert Marktanteil

Oracle kann auf mehr Verkäufe der ZFS Storage Appliance bauen. Erstmals seit der Übernahme von Sun Microsystems Anfang 2010 ist es dem Unternehmen im Jahresvergleich gelungen, seinen Marktanteil zu steigern.

Zwar verzeichnen Dell, HP und Hitachi/Hitachi Data Systems gegenüber dem Vorjahr ein positives Umsatzwachstum, dieses liegt aber im zweiten Quartal 2012 unter dem Branchendurchschnitt. Dell zeige nach Beendigung der Partnerschaft mit EMC Stärke bei dem Compellent- und den Equallogic-Speicherplattformen.

HP dagegen konnte dank eines steigenden Absatzes von P10000-3PAR-Speichersystemen Gewinne aktivieren und die sinkenden Umsätze mit der EVA-Plattform ausgleichen. Da die modularen externen Controller-Speichersysteme von Hitachi/Hitachi Data Systems einen Wechsel zur neuen Hitachi Unified Storage Platform (HUS) anbieten, kann sich das Unternehmen auf sein Highend-Produkt VSP verlassen, um ein positives Umsatzwachstum im Jahresvergleich zu erzielen. Dell, HP und Hitachi/Hitachi Data Systems haben nur eine schwache Präsenz im Marktsegment NAS. Das habe die Unternehmen jeweils daran gehindert, Anteile im Gesamtmarkt hinzuzugewinnen.

IBM und NetApp bleiben hinter den Erwartungen zurück

IBM und NetApp waren im zweiten Quartal die einzigen beiden Hersteller, die kein Wachstum im Jahresvergleich erzielen konnten. Zwar konnte IBM die Umsatzzahlen für das XIV- und das V7000-Speichersystem um 28,2 Prozent im Jahresvergleich steigern, allerdings konnte das nicht die rückläufigen Umsätze der DS8000-, DS5000- und DS3000-Systeme kompensieren.

Von den drei Produktfamilien FAS6000, FAS3000 und FAS2000 von NetApp weist lediglich die FAS2000-Reihe ein positives Wachstum von 16,5 Prozent auf. Für die Reihen FAS6000 verzeichnet Gartner ein Minus von 15,6 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2011. Bei der FAS3000-Reihe fällt der Rückgang mit 17,5 Prozent sogar noch deutlicher aus.

In den Regionen Asien/Pazifik und Japan konnte das Unternehmen die Zahlen um 18,8 und 19 Prozent steigern. In Nord- und Südamerika sei der Umsatz des Unternehmens dagegen stärker eingebrochen als in der schwächelnden EMEA-Region. Gartner merkt allerdings an, dass das zweite Quartal zwei Monate des ersten Fiskaljahres von NetApp abdeckt, das traditionell schwach ausfalle. Zudem mache ein Quartal noch keinen Trend. Vielmehr gehen die Marktforscher davon aus, dass NetApp sowohl im KMU-Geschäftsbereich (kleine und mittelständische Unternehmen) als auch beim Großkundengeschäft einen stärkeren Wettbewerbsdruck zu spüren bekommen wird und die gebrandete E-Serie keine bedeutsamen Umsätze generieren werde.

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