Studie „Storage in Deutschland 2013“

Speichervirtualisierung ist in deutschen Unternehmen auf dem Vormarsch

| Redakteur: Nico Litzel

56 Prozent der Unternehmen investieren bereits in Lösungen zur Storage-Virtualisierung. Die meisten Unternehmen (41 Prozent) versprechen sich von der Technik eine vorteilhafte Speicherauslastung, dicht gefolgt von der Steigerung der Storage‐Performance (36 Prozent) sowie der Reduzierung der Speicherkosten (35 Prozent).
Bildergalerie: 2 Bilder
56 Prozent der Unternehmen investieren bereits in Lösungen zur Storage-Virtualisierung. Die meisten Unternehmen (41 Prozent) versprechen sich von der Technik eine vorteilhafte Speicherauslastung, dicht gefolgt von der Steigerung der Storage‐Performance (36 Prozent) sowie der Reduzierung der Speicherkosten (35 Prozent). (Grafik: IDC)

56 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen Speichervirtualisierung, 27 Prozent planen den Einsatz innerhalb der kommenden zwölf Monate. Zu diesem Ergebnis kommt die IDC-Studie „Storage in Deutschland 2013“, die unter anderem von Veeam Software unterstützt wurde.

Zwei Drittel der befragten IT-Verantwortlichen erwarten in den kommenden zwei Jahren ein Datenwachstum von mehr als 20 Prozent. Insbesondere Videos und Bilder (44 Prozent), unstrukturierte Daten wie E-Mails und Office-Dokumente (42 Pozent) sowie Transaktionsdaten aus Business-Anwendungen werden nach Einschätzung der Studienteilnehmer immer mehr Kapazität auf den Speichersystemen belegen.

Laut Studie steht daher die Erhöhung der Speicherkapazitäten ganz oben auf der Prioritätenliste von IT-Verantwortlichen. Im Fokus stehen dabei folgende Techniken:

  • Speichervirtualisierung: 56 Prozent der Unternehmen investieren bereits in Lösungen zur Storage-Virtualisierung, 27 Prozent planen den Einsatz innerhalb der kommenden zwölf Monate. Hauptmotiv der Unternehmen, sich für Speichervirtualisierung zu entscheiden, ist eine vorteilhafte Speicherauslastung (41 Prozent), dicht gefolgt von der Steigerung der Storage-Performance (36 Prozent) sowie der Reduzierung der Speicherkosten (35 Prozent). Die Nachfrage, so die Studie, führe zu einem wachsenden Bedarf an effizienten Backup- und Replizierungslösungen für virtuelle Maschinen. Drei Viertel der insgesamt 219 befragten IT-Leiter gaben an, Backup-Lösungen für die Datensicherung ihrer virtuellen Maschinen einzusetzen.
  • Cloud Storage: Die Menge des bezogenen Cloud-Speichers beläuft sich laut Studie auf zehn bis 19 Prozent der gesamten Speicherkapazität. Die befragten Unternehmen bevorzugen Storage aus der In-House Private Cloud gegenüber einer bei einem externen Provider gehosteten Private oder Public Cloud. Die Befragten IT-Leiter verbinden mit der Public Cloud zwar eine Storage-Kostenreduzierung, jedoch gleichzeitig eine große Herausforderung in Bezug auf die IT-Sicherheit und die Datenkontrolle. 27 Prozent der Unternehmen nutzen für ihre Backups die In-House-Variante.
  • Solid State Storage: In den kommenden zwei Jahren wird ein Anstieg des Anteils von SSD-Speichersystemen an den Storage-Kapazitäten um 43 Prozent erwartet. SSDs werden derzeit am häufigsten in Kombination mit herkömmlichen Festplatten angewendet. Unternehmen können durch diese hybriden Arrays sowohl von den Performance-Vorteilen der SSD-Technik als auch von den Kapazitätsvorteilen der Festplatte profitieren. Nachteilig ist jedoch nach wie vor der hohe Preis für Flash Storage, so die Studie weiter.
  • Konvergente Systeme: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (53 Prozent) denkt über die Einführung konvergenter Systeme nach, 16 Prozent setzen sie bereits ein. Die Beweggründe zur Nutzung dieser virtualisierten Data Center „aus der Box“ liegen in einer besseren Anwendungs-Performance (29 Prozent), höherer Verfügbarkeit, Flexibilität auf veränderte Anforderungen sowie in einer optimierten Nutzung von IT-Ressourcen (jeweils 27 Prozent).
  • Scale-out Storage: 46 Prozent der befragten Unternehmen beschäftigen sich mit diesem Ansatz oder oder haben bereits konkrete Pläne, Scale-out Storage zu implementieren. Allerdings setzen nur sieben Prozent der befragten Unternehmen die Technik derzeit ein. Für die befragten IT-Verantwortlichen sind die hohe Performance und Skalierbarkeit, ein simples Management der Speicherumgebung sowie der laufende Betrieb während Wartungen oder Upgrades die größten Vorteile einer Scale-out-Storage-Architektur.
  • Software-defined Storage: Zwei von drei Unternehmen setzen sich mit dem Software-defined-Storage-Ansatz auseinander, eine konkrete Umsetzung erfolgte bislang aber nur in acht Prozent der Unternehmen. Aus Sicht der Befragten sind die größten Vorteile Kostenreduzierung und Storage-Skalierbarkeit. 42 Prozent der Befragten sehen Software als wesentlichen Treiber für Innovationen im Speicherbereich.

Die komplette Studie „Storage in Deutschland 2013“ stellt Veeam Software kostenlos im Web zum Download zur Verfügung (Registrierung erforderlich).

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42215370 / Virtuelle Systeme)