Datenbank oder Cloud-Daten-Plattform?

SQL Server 2014 stellt Datenbank- und RZ-Strategien auf den Prüfstand

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Aktuell stehen in einer Microsoft-basierten Unternehmens-IT Windows Server 2012 sowie die SQL Server 2008 und 2012 hoch im Kurs. Multi-Core-Prozessoren und Systeme mit einem RAM von über 32 GB (und bis hin zu 2 TB) sind die Regel. Datenbestände mit einem Volumen von über 1 TB sind keine Seltenheit. Die geänderte Art der Nutzung im Unternehmen ist neben der technischen Entwicklung ein besonders wichtiger Aspekt. Immer mehr Mitarbeiter bekommen Zugriff auf Self-Service-Business-Intelligence-Dienste oder ausgewertete Daten. Diese Informationen werden den Anwendern, egal ob Kunde, Partner oder Mitarbeiter, auf den von ihm gewünschten Endgeräten bereitgestellt. Vermehrt setzen Unternehmen zudem bei ihren Planungen für die Ausrichtung ihres Unternehmens und die Gestaltung von Arbeitsprozessen auf Daten, Informationen und das daraus entstehende Wissen. Die Datenanalyse bringt Wettbewerbsvorteile, setzt aber moderne, zukunftsfähige IT-Systeme voraus.

Datenbank-Lösungen wie der SQL Server 2005, der teilweise noch verbreitet und bis 2016 supportet wird, können diesen Anforderungen nicht gerecht werden. Auch die zukunftsweisenden Einsatzszenarien für Produkte wie den SQL Server 2008 werden immer geringer. Diese Generationen können noch gut für isolierte- oder teilisolierte Umgebungen genutzt werden. Zukunftsweisende Modelle, ob mit oder ohne Microsoft-Technologie, benötigen moderne, integrierte Systeme. Aber nicht nur die konkreten Einsatzszenarien bedingen die Laufzeit bzw. den Nutzwert einer SQL-Generation. Microsoft hat mit den Support-Laufzeiten eine Sollbruchstelle eingebaut. Diese greift jeweils zehn Jahre nach Start des Produktlebenszyklus und wird durch die Mainstream- und Extended-Support-Laufzeiten bestimmt.

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Resümee und Empfehlungen

Mit dem SQL Server 2014 setzt Microsoft klaren Kurs auf die weitere Entwicklung der Datenbanklösung. Die Produkte entwickeln sich deutlich in Richtung Cloud, Cloud-Koexistenz und Performance. Der Betrieb in unternehmenskritischen Umgebungen bildet ein zentrales Element der Weiterentwicklung. Der SQL Server 2014 als Bestandteil der übergeordneten Cloud-OS-Strategie ermöglicht es, nicht mehr nur in Anwendungen, sondern in Lösungen zu denken, die vom Anwender im Rechenzentrum aus gedacht werden.

Doch selbst wenn ein höherer bzw. besserer ROI erzielt werden kann, bedeutet eine Ausrichtung auf die neue Generation zusätzliche Kosten. Diese entstehen nicht nur direkt durch die Lizenzkosten für das eigentliche Produkt, vielmehr erzeugt der Lösungsgedanke, wie oben skizziert, Austauschverhältnisse und zusätzliche Kosten.

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