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Umfrage zeigt hohe Verbreitung, aber mehr Datenverluste SSDs machen Datenrettern das Leben schwer

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Der Datenretter Kroll Ontrack hat eine Umfrage unter 2.000 IT-Verantwortlichen weltweit zum Thema SSDs durchgeführt. Das Ergebnis: SSDs sind mittlerweile weitverbreitet, aber auch die Zahl der Datenverluste nimmt zu.

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Hauptgrund für den Einsatz von SSDs ist die hohe Leistungsfähigkeit.
Hauptgrund für den Einsatz von SSDs ist die hohe Leistungsfähigkeit.
(Bild: Kroll Ontrack)

SSDs haben laut der Umfrage einen Verbreitungsgrad von 90 Prozent erreicht. Allerdings auch ein Drittel der Nutzer bereits Probleme mit der SSD-Technologie erlebt. 61 Prozent der Befragten erlitten dabei einen Datenverlust, weniger als 20 Prozent konnten die Daten wiederherstellen. Kroll Ontrack sieht damit bestätigt, dass SSDs als leistungsfähig und zuverlässig gelten, aber wegen ihrer Komplexität auch hohe Anforderungen an die Datenrettung stellen.

Komplexe Datenverteilung

„Bei SSD-Medien werden die Daten in einem sehr stark fragmentierten Format auf dem Datenträger abgelegt. Im Vergleich zu traditionellen Festplatten, bei denen Daten eher linear gespeichert werden, macht das die Datenrettung von SSDs wesentlich komplexer“, erklärt Peter Böhret, Managing Director von Kroll Ontrack. Zudem gebe es immer noch keine Standards für das Layout und die Organisation von Daten auf SSD-Speichermedien, obwohl sich die SSD-Industrie bereits konsolidiert. „Daher müssen viele Fälle von Datenverlust individuell behandelt werden, mit speziell auf den Hersteller und das Modell angepassten Lösungen“, ergänzt Böhret.

SSDs sind im Trend

Die Kroll-Ontrack-Studie belegt einen klaren Trend in Richtung SSD-Technik: Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen die Halbleiterspeicher in Notebooks und mobilen Geräten. Weitere 60 Prozent setzen sie in Desktop-Systemen ein und 20 Prozent der Befragten verbauen SSDs in Servern. Bei der Entsorgung fehlerhafter oder am Ende der Lebensdauer angekommener SSDs zeigt sich ein gespaltenes Bild: 43 Prozent der Befragten vernichten die Laufwerke physikalisch im Shredder, 20 Prozent nutzen professionelle Datenlöschungssoftware.

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