Unified gegen Converged Storage

Storage-Architekturwettstreit oder grundlegende Erneuerung

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Dieser schafft die Grundlage, um den Leistungsanforderungen von Datei- und Blockdiensten passgenau zu begegnen. In File-basierten Umgebungen ist zum Beispiel die Übertragung längerer Datenströme üblich, beim Block-basierten Transfer hingegen die Zugriffslokalität referenzierter Daten.

Diese Unterschiede wirken sich darauf aus, wie Informationen im Cache abgelegt und behandelt werden. Oftmals können Unified- oder Multiprotokoll-Speicher jedoch File- nicht von Block-basierten Zugriffen unterscheiden, keine dedizierten Ressourcen zuweisen, für die Verarbeitung optimierte Caching-Algorithmen nutzen oder Datenübertragungen effizient steuern. Als Folge ergeben sich Performance-Schwankungen, insofern eignen sich Unified Storage-Lösungen weniger für den Hochleistungsbereich oder Umgebungen, in denen geschäftsentscheidende Anwendungen betrieben werden.

HPs Converged Storage

Genau hier schließt das Converged-Storage-Konzept an. Im Gegensatz zu Unfied Storage geht es nicht nur darum, die Speicherinfrastruktur optimal zu verwalten. Vielmehr steht das gesamte Ökosystem - Server, Storage und Netzwerk - im Mittelpunkt der Betrachtung. HP verfolgt in diesem Zusammenhang das „Legobaustein-Prinzip“.

Die von dem Hersteller für unterschiedliche Zwecke angebotene Hardware soll nach eigener Aussage künftig durchgängig auf dem gleichen Linux-Kernel basieren. Dies stellt sicher, dass die verschiedenen gemäß individueller Erfordernisse zusammenstellten Systeme in jeglicher Kombination optimal zusammenspielen, dennoch die besten Funktionen für das jeweilige Anwendungsgebiet bereitstellen.

Da sich der Speicher mit den gleichen gängigen Tools verwalten lässt, wie sie auch für das Management der Server oder des Netzwerks genutzt werden, entfällt idealerweise die Administration oder das Upgrade eines fest zugeordneten Storage-Stacks.

Hinzu kommt, dass sich durch das in der NAS-Welt gängige Scale-out-Modell jederzeit Kapazität hinzufügen oder der Durchsatz steigern lässt. Auch können neue Anwendungen reibungslos in kürzester Zeit eingeführt werden. Somit tritt Converged Storage an, vorhandene Limitationen des Unified-Storage-Ansatzes aufzuheben.

Alte Architekturen versus Neuentwicklungen

Böse Zungen munkeln allerdings, dass die Abkehr von Unified zu Converged Storage daraus resultiert, dass die von den großen Herstellern im Zuge verschiedener Übernahmen zugekauften File- und Blocksysteme nur schwerlich unter einen Hut zu bringen sind, der Integrationsaufwand zu langwierig und zu hoch wäre.

Ebenso kritisieren neue Marktplayer, dass die gesetzten Hersteller zwar aufkommende Techniken und Verfahren gewinnbringend für sich zu nutzen versuchen. Es wirft jedoch oftmals unerwartete Probleme auf, diese per Akquisition erworbene Technik in die bereits vor Jahren entwickelten Architekturen einzubinden.

Die Verschmelzung von alten und neuen Systemen löst selten die aktuellen Probleme der IT-Verantwortliche, sondern schafft neue, argumentieren die Kritiker. Sie sind der Ansicht, dass nur von Grund auf neu entwickelte Produktarchitekturen, die von Unternehmen an zukunftssichere Lösungen gestellten Anforderungen erfüllen können. Doch ob diese sich einen Platz in den Unternehmen erobern hängt letztlich neben den technischen Kriterien maßgeblich von vielen zusätzlichen Faktoren wie Kosten, Interoperabilität, Service- & Supportleistungen und vielem mehr ab.

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