Flash-Storage, Objektspeicher und Cloud-Data-Services Storage für den Messtechnikspezialisten

Autor / Redakteur: Marvin Sauer* / Dr. Jürgen Ehneß

Testo ist auf Digitalisierung und smarte Messtechnik spezialisiert. Auch im IT-Team geht es um Präzision. Das Team gestaltet und betreibt IT-Services On-Premises und in der Cloud und genießt das Vertrauen der Fachabteilungen. Das jüngste Storage-Projekt zeigt, wohin bei Testo die Reise geht.

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Die Messtechnik von Testo wird in den unterschiedlichsten Bereichen und Branchen eingesetzt.
Die Messtechnik von Testo wird in den unterschiedlichsten Bereichen und Branchen eingesetzt.
(Bild: Testo)

Hochpräzise Messtechnik von Testo ist überall. Wenn Lebensmittel sicher sind, Arzneimittel die Standards erfüllen, Heizungsanlagen tipptopp laufen oder Kunst klimatisiert lagert, sind Testo-Tools und -Lösungen oft maßgeblich beteiligt. Das deutsche Unternehmen mit 3.200 Mitarbeitern weltweit ist bei portablen und stationären Messlösungen für Temperatur, Feuchtigkeit, Druck, Emissionen und mehr weltweit führend. Über 650.000 Kunden – vom Handwerksbetrieb über HLK-Dienstleister bis zum Pharmakonzern – vertrauen auf Hardware, Software und Services von Testo.

Die IT als Partner von Entwicklung, Innovation und Produktion? Bei Testo ganz normal. NetApp-Lösungen helfen der Testo-IT, immer neue Aufgaben zu meistern, wie zum Beispiel die Digitalisierung der Messtechnik. Hightech-Sensorik im Verbund mit Smart Devices und der Cloud macht Messtechnik-User mobiler und Messdaten besser nutzbar. Moderne Messtechnik kombiniert Hardware, Software und Vernetzung. Testo-Kunden nutzen Messgeräte, Smartphones und Tablets und senden ihre Messdaten häufig in die Cloud. Das DevOps-Team bei Testo entwickelt die Messtechnikanwendungen intern und organisiert alles mithilfe der flexiblen Container-Management-Plattform Rancher.

Mit persistentem Storage schneller entwickeln

NetApp-Speichersysteme sind mit dem Storage-Orchestrator Trident integriert, so dass Testo die Containerdaten persistent speichern kann. Da die Daten vom Lebenszyklus ihres Containers entkoppelt sind, sind sie auch ohne Container verfügbar. Das hat Konsequenzen etwa beim Kompilieren, dem Übersetzen von Programmcode in Maschinencode. Lässt sich der Kompilierprozess dauerhaft speichern, ist bei einem Abbruch etwa aufgrund eines Programmierfehlers nichts verloren.

Nach der Fehlerkorrektur wird einfach an der Stelle des Abbruchs weiterkompiliert. Persistenter Storage spart den Entwicklern bei Testo Zeit und verkürzt die Entwicklungszyklen. Neue Applikationen oder Funktionen – wie etwa Messprotokolle erstellen, Fotos und Kommentare ergänzen und alles per E-Mail verschicken – sind schneller einsatzbereit.

Neu aufgestellt mit Flash- und Objekt-Storage

Testo vertraut seit über zehn Jahren auf NetApp-Lösungen. Beim jüngsten Tech-Refresh wurde die Storage-Infrastruktur neu definiert: gewohnt verlässlich als MetroCluster konfiguriert, aber deutlich schneller und kostengünstiger mit NetApp-Flash- und -Objekt-Storage:

  • AFF-Storage für höchste Performance und Verfügbarkeit von SAP-Applikationen bis Fileservice,
  • AFF-Storage für Backups und Disaster Recovery,
  • StorageGRID-Objektspeicher für Backups, kalte Daten und große Datenmengen.

Die Lösung entstand in engem Austausch mit NetApp und dem Systemintegrator SVA System Vertrieb Alexander GmbH. „Bei neuen Konzepten holen wir uns frühzeitig das Expertenwissen von SVA System Vertrieb Alexander GmbH und sprechen mit NetApp. So werden aus Ideen nachhaltige Lösungen“, sagt Klaus Hurst, Senior-Expert Datacenter bei Testo. In Workshops diskutieren Kunde und Partner regelmäßig Zukunftsstrategien, Technologien und worauf es beim Einsatz ankommt. „Als interner Service-Provider wollen wir unseren Usern verschiedene Plattformen bieten und mithilfe von Cloud-Szenarien noch agiler werden. NetApp-Lösungen machen das möglich und helfen uns, den Bedarf und die Kosten zu optimieren“, so Udo Mettmann, IT-Architekt und Teamleiter Datacenter bei Testo.

Mit StorageGRID hat Testo einen vielseitigen S3-Objektspeicher im Datacenter. Als erstes wurden damit die Backup-Strategie verfeinert und der Datenschutz um eine weitere Storage-Stufe ausgebaut. Die Backups basieren wie bisher auf NetApp-Snapshot-Technologie und Replikation, gesteuert von NetApp SnapCenter und Veeam-Software.

Als zweites wurde das Produktivsystem mithilfe von NetApp FabricPool entlastet. Die Software erkennt kaum oder nicht genutzte Daten, wie ältere Snapshot-Kopien oder CIFS-Daten, und verschiebt sie automatisch auf StorageGRID. Darüber hinaus kann Testo künftig auch Daten aus Big-Data-Analytics und Software-Entwicklung kostengünstig auf StorageGRID ablegen.

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eBook HDD, Flash und Hybrid
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(Bildquelle: Storage-Insider)

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Technologien arbeiten lassen und dabei noch Kosten sparen

NetApp-Produkte sind untereinander und mit Produkten anderer Hersteller wie Cisco, ProLion, SAP, Veeam und VMware integriert. Dies erlaubt automatisierte Abläufe, etwa mit SAP-Applikationen integrierte Backups und Systemkopien, und vereinfacht die Administration. Betriebssystem-Upgrades sind ohne Risiken und Downtime möglich. „Das Design und die Störungsunabhängigkeit der NetApp-Systeme ermöglicht uns einen 24x7-Betrieb ohne expliziten Bereitschaftsdienst mit geringem personellen Aufwand. Für einen Mittelständler unserer Größe ist das ein wichtiger Faktor“, stellt Hurst fest. Mit Blick auf die Kosten für Storage, Backup, Disaster Recovery und administrativen Aufwand spricht das Ergebnis für sich: deutlich kosteneffizientere Datenhaltung als bei Verwendung unterschiedlicher Produkte verschiedener Hersteller und effizientes Datenmanagement.

Da NetApp beim Wechsel auf All-Flash-Systeme Kapazitätseinsparungen von 3:1 garantiert, ließen sich die neuen AFF-Systeme punktgenau planen. Der Storage-Footprint wurde drastisch verringert. Ressourcen werden sparsam genutzt. SAP-Systemkopien etwa verbrauchen als Snapshot wenig Speicherplatz und als Clone nahezu keinen. Insgesamt führte der Tech-Refresh zu 25 Prozent weniger Storage-Kosten im Jahr. Zudem hat Testo den CO2-Ausstoß um 20 Tonnen pro Jahr verringert.

Ergänzendes zum Thema
Eingesetzte NetApp-Produkte
  • 2 AFF-A300-Systeme,
  • 1 AFF-A220-System,
  • StorageGRID Appliance,
  • MetroCluster Business Continuity,
  • FabricPool,
  • SnapCenter,
  • Trident,
  • Cloud Volumes ONTAP.

Partner: SVA System Vertrieb Alexander GmbH

Schnell und flexibel mit der NetApp Data Fabric Storage wo auch immer bereitstellen, Daten effizient schützen und revisionssicher archivieren, Kosten durch Integration, Automatisierung, Daten-Tiering und Storage-Effizienz senken und dabei Performance, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit auf Topniveau liefern – all das kann die Testo-IT mit NetApp-Technologien. Der Grund: Die Integration der Produkte und das Managementkonzept der Data Fabric, das Daten und Workloads mobilisiert.

„Mit der NetApp Data Fabric können wir Services schnell liefern und Daten zwischen On-Prem-Systemen und SaaS- oder IaaS-Umgebungen ruckzuck verschieben“, erklärt Hurst. Kurzfristige Anforderungen aus dem Business sind flexibel, kostenbewusst und rasch umsetzbar. Große Datenmengen und Workloads lassen sich von On-Premises zu einem Hyperscaler oder zwischen Hyperscalern verschieben. Aus den NetApp-ONTAP-basierten AFF-Systemen und aus StorageGRID kann Testo schnell und effizient eine hybride Cloud-Lösung realisieren. NAS-Services stellt das IT-Team heute schon über NetApp Cloud Volumes ONTAP in der Cloud bereit.

Alles richtig gemacht

„Mit unseren Partnern NetApp und SVA System Vertrieb Alexander GmbH, den Lösungen und den Resultaten haben wir alles richtig gemacht“, sagt Klaus Hurst. „Trotz gründlicher Planung gab es Überraschungen. Und zwar positive! Der SAP-Betrieb profitiert stärker als erwartet von der Flash-Performance.“ Das Team kann neue Themen gelassen angehen.

Der Umstieg auf SAP HANA On-Premises und die Datenbankmigrationen in der Cloud stehen an, aber auch Snapshot-Backups für SAP MaxDB. Und auch die Digitalisierung wird weitergehen und neue Projekte mit Mehrwerten für Kunden bringen. „Wer wie Testo eine IT mit Zukunft betreiben will, dem rate ich, die eigenen Anforderungen und die Möglichkeiten von NetApp On-Premises, hybrid und in der Cloud genau anzusehen. Es lohnt sich“, sagt Klaus Hurst abschließend.

Marvin Sauer, EMEA Integrated Communications Manager bei NetApp.
Marvin Sauer, EMEA Integrated Communications Manager bei NetApp.
(Bild: Chris Pinsker)

*Der Autor: Marvin Sauer, EMEA Integrated Communications Manager bei NetApp

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