Online-Umfrage zum Schwerpunkt Software Defined Storage - Heiko Schrader, Teil 2 Storage muss durch SDS näher an die Anwendung gebracht werden

Redakteur: Rainer Graefen

Ohne Virtualisierung kann die IT nicht mehr leben. Zwar hadert mancher mit der Leistungsfähigkeit dieser Maßnahme, aber an der effizienten Ausnutzung aller Hardware-Komponenten gibt es keinen Zweifel. Storage-Insider sprach mit Heiko Schrader, Fusion-io, über den nächsten Schritt: Die Steuerung virtualisierter Speichersysteme.

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Heiko Schrader, Sales Director DACH bei Fusion-io
Heiko Schrader, Sales Director DACH bei Fusion-io
(Foto: Fusion-io)

Storage-Insider: Was ist Software Defined Storage?

Heiko Schrader: Software-Defined-Systeme erlauben es Unternehmen, auf Standard- Hardware zurückzugreifen und diese so anzupassen, dass sie am besten ihren jeweiligen Bedürfnissen gerecht wird.

Mit Software Defined Storage (SDS) ist es Unternehmen möglich, Flash-Speicher und andere Hardware auf einzigartige Weise zu nutzen, abhängig von den Anforderungen an die Architektur. Wenn sich Unternehmensziele ändern und andere Strukturen innerhalb eines Rechenzentrums gebraucht werden, bieten SDS-Lösungen Flexibilität – und genau diese wird benötigt, um den Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.

Die Verwaltung und Steuerung mittels Software gilt als nicht besonders leistungsfähig, was denken Sie?

Heiko Schrader: Ich persönlich finde, dass das Gegenteil der Fall ist. Hardware funktioniert nicht ohne Software. Die Software ist Teil jeder Lösung in einem Rechenzentrum und entscheidend für das Management und die Kontrolle.

Management durch Software gibt es sogar in Rechenzentren, die nicht Software Defined sind. Natürlich sind manche Instrumente besser als andere; Management ohne Software aber wäre ein veralteter Ansatz, der die Leistung und Effizienz, die heutzutage in modernen Rechenzentren möglich ist, limitieren würde.

Was ist notwendig, damit SDS über mehrere (unterschiedliche) Speichersysteme hinweg funktionieren kann?

Heiko Schrader: SDS muss einen Standard-basierten Ansatz, der über mehrere Hardware-Plattformen realisierbar ist, ermöglichen. Wir bei Fusion-io haben uns dazu entschlossen, an SDS über Server-Plattform, die den Industriestandard repräsentieren, heranzugehen, und es somit jedem Kunden ganz einfach ermöglicht, diese bezahlbar in die bereits existierende Struktur zu implementieren.

SDS-Systeme mit diesen bereits existierenden Architekturen, die über mehrere Storage-Systeme hinweg arbeiten, kompatibel zu machen, erhöht die Akzeptanz. Das liegt daran, dass es eine einfache, zuverlässige und bewährte Plattform ist, die bereits weit verbreitet ist.

Wird es SDS auch für Enterprise-Speichersysteme wie die von EMC, Hitachi, IBM oder Oracle geben?

Heiko Schrader: Beinahe jeder Anbieter spricht über Software-Defined-Rechenzentren und SDS hat vor allem für Firmen mit Storage-Hintergrund hohe Priorität.

Unternehmen, die wirklich den Nutzen von Software Defined Storage sehen, werden Lösungen entwickeln, die einfach anzuwenden und zu verwalten sind sowie sich in bestehenden Infrastrukturen, wie z.B. Industriestandard-Server, einfügen. Kunden zu erlauben, genau die Hardware auszuwählen, die für sie die richtige ist, ist der Schlüssel, um ein effektives SDS-System abzuliefern.

Bei Software-Defined-Rechenzentren geht es darum, Flexibilität und Einfachheit bereit zu stellen und gleichzeitig die Leistung drastisch zu verbessern und die Kosten zu kontrollieren. Teure, proprietäre Systeme, die die Kontrolle der Anbieter aufrechterhalten, sind nicht mit Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt worden.

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