Der Markt für All-Flash-Array-Datenspeicher, Teil 1

Strategiewechsel bei primären Speichersystemen steht vor der Tür

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Rainer Graefen

Anwender können die Speichersysteme in Schritten von sechs Laufwerken aufrüsten. Aktuell werden SLC-Laufwerke mit einer Kapazität von 400 GByte, MLC-Drives mit 1,6 TByte Speichervolumen eingesetzt. Das System bietet eine Leistung zwischen 100.000 und 300.000 IOPS, abhängig von der Anzahl installierter SLC- und MLC-Laufwerke.

EMC VNX5500-F

EMC bietet sein All-Flash-Array unter dem Produktnamen VNX5500-F an. Der Hersteller gibt an, mit dem System die Leistung von Oracle-Microsoft-SQL-Datenbanken um das Zehnfache beschleunigen zu können. Im Inneren arbeitet ein Intel-Xeon-5600-Prozessor, der Daten per CIFS und NFS über das IP-Protokoll, iSCSI, Fibre Channel und FCoE bereitstellen kann. Das heißt, eine blockbasierte und datei- oder objektorientierte Speicherung ist möglich.

Das System ist auch mit Windows und VMware kompatibel, um in die Virtualisierung von Servern eingebunden zu werden. Im System können zwischen 245 und 250 Festplatten integriert werden. Es lassen sich 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten verbauen. Das Array benötigt drei Höheneinheiten (HE) im Rack. Als Raid-Optionen stehen 0, 1, 3, 5, 6 und 10 zur Verfügung. Die Speicher arbeiten mit SLC-Speichern von Hitachi. Das System soll eine Verfügbarkeit von 99,999% bieten.

HDS All-Flash VSP und HUS VM All-Flash

Hitachi Data Systems bietet für seine Enterprise-Speicherlösung Virtual Storage Platform (VSP) das neue Hitachi Accelerated Flash Storage an. Grundlage ist der aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Mutterkonzerns Hitachi Ltd. stammende Hitachi-Speicher-Controller, der die Leistung von MLC-Flash über die des kostenintensiveren SLC-Flash heben soll.

Hitachi Accelerated Flash Storage führt zahlreiche Neuerungen ein, darunter eine Inline-Write-Kompression, die laut Hersteller die Schreibgeschwindigkeit und gleichzeitig die Langlebigkeit des MLC-Speichers erhöht.

Die VSP kann mit der neuen Flash-Technologie bis zu 1.000.000 Random I/Os ohne Eingriff in den direkten Datenpfad erreichen.

Das Hitachi Accelerated Flash Storage passt in das neue, nur 8 Höheneinheiten (U) große Flash-Chassis. Jeder Einschub kann von 6,4 TByte bis zu 76,8 TByte skalieren. Jede VSP fasst bis zu vier Einschübe, so dass insgesamt bis zu 300 TByte Flash-Speicher pro System zur Verfügung stehen. HDS konnte mit der VSP in der All-Flash-Konfiguration beim SPC-1 Benchmark mit 602.019,47 SPC I/O-Operationen einen Bestwert erzielen (Stand: 31. Juli 2013).

Im Juli dieses Jahres stellte HDS auch die Hitachi Unified Storage VM (HUS VM) als reines Flash-System vor. Die mit den selbst entwickelten Speichermodulen Hitachi Accelerated Storage Flash bestückten Systeme erreichen HDS zufolge bis zu eine Million IOPS. Neben dem hauseigenen Controller sorgt eine für Flash-Speicher optimierte Systemsoftware für die Performance des Systems.

HUS VM All-Flash soll im Laufe des Jahres noch einige Soft- und Hardware-Updates bekommen. So haben die Flash-Module derzeit nur eine Kapazität von 1,6 TByte. In den kommenden Monaten sollen Module mit bis zu 3,5 TByte Kapazität folgen.

Hewlett-Packard 3Par Storeserv 7450

Mit dem HP 3Par Storeserv 7450 lassen sich bis zu 96 TByte speichern. Im Maximalausbau integriert der Gehäuseeinschub 24 Laufwerke. Auch dieses System unterstützt die bekannten Betriebssysteme und ist neben dem Einsatz für Datenbanken und Big Data für virtualisierte Umgebungen wie Microsoft Hyper-V, VMware und Xitrix XenServer optimiert.

Die Laufwerksdaten lassen sich mit Raid 1, 5 und 6 absichern. Das System bietet einen Datendurchsatz von 5,2 GB/s und erreicht dabei eine Latenzzeit von unter 0,6 Millisekunden. Flash-spezifische Caching-Algorithmen steuern die Granularität von Lese- und Schreibvorgängen dynamisch.

HP 3PAR StoreServ 7450 gibt es in zwei Versionen mit vier Knoten und zwei Knoten. Bei der Zwei-Knoten-Variante ist die Kapazität auf 48 TByte reduziert, die Vier-Knoten-Variante bietet 96 TByte. Die Leistungen sind weitgehend identisch mit einem architekturbedingten Unterschied: Die Vier-Knoten-Variante verfügt über 32 GByte-Cache, die Zwei-Knoten-Variante kommt mit 24 GByte aus.

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