Ehrung für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Speichertechnik

Stuart Parkin erhält den Millenium Technology Prize

| Redakteur: Nico Litzel

Professor Stuart Parkin
Professor Stuart Parkin (Bild: TAF/Rick English)

Der in Deutschland forschende Physiker Professor Stuart Parkin wird für seine Leistungen auf dem Gebiet der Spintronik ausgezeichnet. Die Arbeit des Briten habe dazu beigetragen, die Speicherkapazität von magnetischen Festplatten um das Tausendfache zu erhöhen.

Am 7. Mai wird Stuart Parkin in Helsinki der mit einer Million Euro dotierte „Millenium Technology Prize“ der Technology Academy Finland (TAF) verliehen. Die Arbeit des 58-Jährigen auf dem Gebiet der Spintronik habe dazu beigetragen, die Speicherkapazität von Festplatten signifikant zu steigern. Parkins Innovationen hätten damit den Grundstein für Großrechenzentren, Cloud Services und Soziale Medien gelegt sowie die Online-Distribution von Film und Musik ermöglicht, so die Jury der TAF.

Parkins Werk basiert auf dem im Jahre 1988 von Albert Fert und Peter Grünberg unabhängig voneinander entdeckten Riesenmagnetowiderstand, englisch giant magnetoresistance (GMR). Parkin habe diese wissenschaftliche Entdeckung rasch in praktische Anwendungen überführt, etwa in sogenannte magnetoresisitive Dünnfilmschichtstrukturen und den GMR-Spinventil-Lesekopf.

Parkin ist IBM Fellow, wurde kürzlich auf eine Alexander-von-Humboldt-Professur an die Martin-Luther-Universität zu Halle-Wittenberg berufen und ist zudem Direktor am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle.

Der Millenium Technology Prize wird alle zwei Jahre für „technische Innovationen vergeben, die das Leben der Menschen deutlich verbessern“. Prominente Preisträger sind unter anderem der „Vater“ des Internets, Sir Tim Berners-Lee, der LED-Pionier Shuji Nakamura oder der Entwickler des Linux-Kernels Linus Torvalds.

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