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Performance und Stromverbrauch von SSDs sollen Rechenzentren revolutionieren Sun setzt bei Servern auf Solid State Disks

| Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Sun Microsystems hat eine Produktlinie von Solid State Disks (SSDs) für den Server-Bereich angekündigt. In Kombination mit dem Open-Source-Betriebssystem Solaris verspricht der Hersteller dreimal höhere Leistung als traditionelle Festplattenlösungen – bei einem Fünftel des herkömmlichen Stromverbrauchs.

Sun will seine Server ab der zweiten Jahreshälfte 2008 auch mit SSDs anbieten.
Sun will seine Server ab der zweiten Jahreshälfte 2008 auch mit SSDs anbieten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Flash SSD ist die aufregendste Innovation im Storage-Bereich seit über einem Jahrzehnt“, begeistert sich John Fowler, Executive Vice President der Sun Systems Group. Deshalb will der Hersteller mit den für das zweite Halbjahr vorgesehenen Angeboten seiner Konkurrenz voraus sein, wenn es um die Markteinführung von SSDs im Server-Bereich geht.

Energieeffizienz und Leistung sind die wesentlichen Punkte, in denen sich Sun durch SSDs Verbesserungen erhofft. Beispielsweise bei Datenbanken, wo viele Input-Output-Operationen pro Sekunde (IOPS) notwendig sind, seien SSDs den Festplatten deutlich überlegen. Dazu würde die Attraktivität laut Sun durch den beobachteten Preisverfall steigen: Dieser liegt bei SSDs mit 50 bis 70 Prozent pro Jahr höher als bei Enterprise-Festplatten mit rund 40 Prozent pro Jahr.

„Bis Mitte 2009 wird die Technik in der Mehrheit der Server genutzt werden“, meint Fowler. Auf die Veränderungen im Storage- und Serversektor will Sun gut vorbereitet sein: Das hauseigene Dateisystem ZFS für Storage-Lösungen ist bereits auf SSDs optimiert. Zusammen mit dem Betriebssystem Solaris und weiteren Open-Source-Bausteinen wird es Teil der 2008er-SSD-Lösungen sein. Konkrete Produkte sind aber erst für das zweite Halbjahr geplant.

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