Kubernetes-native Speicherfunktionen SUSE stellt Longhorn 1.1 vor

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Open-Source-Spezialist SUSE hat das Release von Longhorn 1.1 bekanntgegeben. Die neue Version ermöglicht Rancher-Anwendern den Einsatz einer Kubernetes-nativen Speicherlösung auf eingeschränkter Hardware in Edge-Umgebungen.

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Nach der Übernahme von Rancher Labs im vergangenen Jahr bietet SUSE ab sofort Longhorn in Version 1.1 an.
Nach der Übernahme von Rancher Labs im vergangenen Jahr bietet SUSE ab sofort Longhorn in Version 1.1 an.
(Bild: © Worawut - stock.adobe.com)

Seit dem Auftakt als Sandbox-Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) ist die Nutzung von Longhorn um 235 Prozent gestiegen. Mit dem aktuellen Release 1.1 können Nutzer der Kubernetes-Management-Plattform Rancher eine Kubernetes-native Speicherlösung auf eher leistungsarmer Edge-Hardware einsetzen.

Laut SUSE sind DevOps-Teams mit Longhorn 1.1 in der Lage, persistente Daten in beliebigen Kubernetes-Umgebungen zu verwalten. Zudem können Rancher-Nutzer ihre Edge-Infrastruktur belastbarer gestalten, unter anderem durch den viel gewünschten ARM64-Support, neue Selbstheilungsfähigkeiten und verbesserte Performance-Transparenz.

Neuerungen im Überblick

Bei Longhorn 1.1 handelt es sich um eine vollständig quelloffene, Microservices-zentrierte und Cloud-native Speicherlösung für Kubernetes-Anwendungen. Die aktuelle Version soll vor allem mit deutlichen Leistungsgewinnen punkten: Dazu ist nun beispielsweise „ReadWriteMany“-Support über Container hinweg an Bord. Im Gegensatz zu „ReadWriteOnce“-Methoden können Teams hierbei Speicher-Volumes über verschiedene Pfade und Nodes hinweg teilen.

Weitere Verbesserungen umfassen Prometheus-Support für Echtzeitmetriken, die sich etwa zum Monitoring, Tracking oder der Überwachung der Ressourcennutzung einsetzen lassen. Anwender können die Leistung ihres Clusters somit deutlich detaillierter im Auge behalten. Ebenfalls neu sind die Unterstützung von CSI Snapshotter für Backups und Restore via „kubectl“ sowie verbesserte Node-Wartungsmöglichkeiten und optimierte Resilienz unter instabilen Netzwerkbedingungen. Letzteres wird durch eine lokale Speicherreplik des Workloads erreicht. Der Zugriff auf den Speicher geht somit nicht verloren, selbst wenn die Node kurzzeitig die Verbindung verliert.

Rancher-Nutzer können Longhorn direkt aus dem App Catalog installieren. Download und Einsatz sind kostenfrei. SUSE bietet auf Wunsch Premium-Supportservices an.

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