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LSI beseitigt die Schwächen der Outband-Virtualisierung SVM5 und 8400 DPM bringen neuen Schwung in die Speichervirtualisierung

| Redakteur: Rainer Graefen

Heterogene Speicherinfrastrukturen sollten mit Speichervirtualisierung beherrschbar werden. Die Schwachstellen der diversen Produkte verhinderten bislang jedoch, dass IT-Leiter die Blockvirtualisierung auch für unternehmenswichtige Geschäftsprozesse einsetzten. Das könnte sich nun ändern.

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Blockvirtualisierung: Inband vs. Outband. Nur fünf Prozent aller Daten sind Befehle.
Blockvirtualisierung: Inband vs. Outband. Nur fünf Prozent aller Daten sind Befehle.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nun hat auch LSI die selbst auferlegte Zurückhaltung aufgegeben und das seit mehreren Monaten – allerdings unter anderem Namen – erhältliche Engenio-7900-Storage-System vorgestellt. Bislang durften sich die OEM-Partner SGI mit dem Infinite Storage 4600 und IBM mit der DS5000 mit den fremden Federn schmücken. Mit weiteren „Resellern“ wird noch verhandelt.

Da alle Funktionen in unserem Interview „In der DS5000-Familie antizipiert IBM das Datenwachstum“ weit reichend beschrieben sind, erübrigt sich an dieser Stelle das nochmalige Aufzählen – zumal die Systeme nur über die OEM-Partner vertrieben werden.

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Ein zweites Produkt aus dem Hause LSI ist insofern wesentlich interessanter: SVM5, der „Storage Virtualisation Manager Generation 5”. Das bislang vertriebene Produkt SVM4, das LSI mit der Übernahme der Herstellers StoreAge Mitte 2006 erworben hatte, wurde grundlegend überarbeitet und ist in der neuen Version fit den Enterprise-Einsatz. So zumindest die Aussage von Henning Rochow, Senior Presales Engineer Central Europe. SVM ist ein Speichervirtualisierungsprodukt, das eine Software mit einer Appliance kombiniert. Nichts besonderes, so scheint es, da EMC, Datacore, Falconstor, Hitachi Data Systems, IBM und Symantec mit ähnlichen Produkten auf dem Markt sind.

Ein weiter Blick zurück ist unumgänglich, um den Fortschritt zu verstehen. Die ersten Gehversuche der Speichervirtualisierung endeten in einem Schaubild der SNIA mit einer Baumstruktur, wo überall Speicher Block-virtualisiert werden kann: Auf dem Server, auf dem Speichercontroller und vorzugsweise im Speichernetz (SAN) selbst, um so diverse Eigenheiten der beiden anderen Methoden zu vermeiden. Im SAN selbst gäbe es wiederum die Möglichkeiten Fabric, Inband und Outband. Auf der Netzwerkebene setzt auch LSI mit SVM an, da sich hier am besten Hardware-unabhängige Funktionen realisieren lassen.

Die Daten fließen lassen ...

Virtualisierung in der Fabric wäre vom Datenfluss betrachtet technisch ideal, ist aber zu teuer. Einfacher und kostengünstiger zu realisieren sind Inband-Appliances, die den gesamten Datenstrom einfangen, so die direkte Verbindung Server/Speicher unterbinden und anschließend den Datenstrom neu verteilen (store and forward).

(ID:2017219)