Vereinfachtes, herstellerübergreifendes Management Symantec stellt Initiative „Storage United“ und NetBackup 6.5 vor

Redakteur: Nico Litzel

Symantec hat die Initiative „Storage United“ angekündigt, die Speichermanagement, Datensicherung und Archivierung unter einer Benutzeroberfläche vereinen soll. Erstes Produkt der Initiative ist die Storage-Management-Software NetBackup 6.5, die der Hersteller unter anderem mit einer Funktion zur Datendeduplizierung ausgestattet hat.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Datenvolumen wachsen schnell: Hersteller Symantec geht von einer Verdoppelung der Datenmenge alle zwei Jahre aus. Gleichzeitig, so schätzt das Unternehmen, wird Storage-Hardware nur zu etwa 30 bis 35 Prozent ausgelastet. Erschwerend setzen Anwender eine Vielzahl von unterschiedlichen Betriebssystemen, virtuellen Maschinen, Hardware-Plattformen und Netzwerkprotokollen ein. Zur Verwaltung der heterogenen Landschaft müssen Unternehmen bislang eine Reihe von verschiedenen Werkzeugen mehrerer Anbieter verwenden.

Mit der „Storage United“-Initiative will das Unternehmen seine Kunden bei diesen Herausforderungen unterstützen. Umfassende Datensicherheits-, Storage-Management- und Archivierungslösungen sollen Storage-Verantwortliche künftig in die Lage versetzen, ihre Systeme einfacher zentral zu verwalten und das gesamte Rechenzentrum über verschiedene Server-, Storage- und Datensicherheitsplattformen hinweg zu überwachen und zu kontrollieren.

NetBackup 6.5

Das Unternehmen will künftig neue Lösungen auf den Markt bringen, die eine einheitliche Infrastruktur unterstützen. Erstes Produkt dieser Linie ist die Storage-Management-Software NetBackup 6.5, die ab August verfügbar sein wird.

Die jüngste Version unterstützt Bänder, Virtual Tape Libraries, Disk-Backup, Datendeduplizierung, Continuous Data Protection sowie Snapshot- und Replikationslösungen aller wichtigen Hersteller.

Version 6.5 bietet zudem eine Reihe neuer Funktionen speziell für das Disk-basierende Backup. Der Hersteller hat eine Datendeduplizierung integriert, die Desktops, Laptops und auch Server an externen Standorten erfasst.

Neu sind zudem ein Disk-Backup von Shared Disks, die Integration von Backup-Appliances und VTLs sowie ein heterogenes Snaphot- und CDP-Management.

Virtuelle Maschinen

Da virtuelle Maschinen immer wichtiger werden, wird NetBackup 6.5 eine umfassende Lösung zum Schutz von Vmware auf Basis des Vmware Consolidated Backup enthalten. Zusätzlich wird die Software-Lösung die Möglichkeit anbieten, Backups als volles Image oder granular auf Dateiebene wiederherzustellen.

Unterstützung für Microsoft Sharepoint und Exchange

Microsoft-Exchange-Umgebungen profitieren laut Symantec von der neuen Instant-Recovery-Funktion, mit der Admins das System von einem festplattenbasierenden Snapshot aus wiederherstellen können. Dadurch sollen Unterbrechungen minimiert werden.

Darüber hinaus bietet Version 6.5 Anwendern von Sharepoint die Möglichkeit, Daten auf Datenbank- und Dokumentenebene vom selben Backup aus wiederherzustellen, sodass mehrfache Backups überflüssig werden.

Neues Preismodell

Symantec hat für NetBackup 6.5 ein neues Lizenzierungsmodell angekündigt. Neben der klassischen Lizenzierung pro Server können sich Unternehmen auch für ein kapazitätsbasierendes Modell entscheiden, wobei pro Terabyte gespeicherte Daten abgerechnet wird.

Auch das serverbasierende Modell soll stark vereinfacht werden. Künftig müssen Anwender nicht mehr aus über 30 Clients wählen, sondern nur noch dreien: „Standard Client“, „Enterprise Client“ und das „Application & Database Pack“. Standard enthält NetBackup, PureDisc, Bare Metal Restore und Verschlüsselung, Enterprise den SAN Media Server und SAN Client sowie Snapshot und Vmware-Funktionen. Application & Database soll schließlich alle Datenbanken und Anwendungen umfassen, wobei SAP ausgenommen ist. Netbackup 6.5 soll im August erscheinen. Zu den Preisen macht Symantec keine Angaben. Kunden sollen aber nicht mehr als bisher zahlen.

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