Hitachi Data Systems lässt Universal Storage Platforms (USP) von IBM zertifizieren

System-z10-Mainframes eignen sich als Drehscheibe heterogener Systemwelten

13.08.2008 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel

Für IBM sind Grids keine Alternative zu den noch immer ausgelieferten Mainframes.
Für IBM sind Grids keine Alternative zu den noch immer ausgelieferten Mainframes.

Skeptikern zum Trotz sieht IBM die eigene Großrechnerplattform System z als Teil kommender IT-Infrastrukturen. Als Technologieschrittmacher sollen die Mainframes ihre Stärken vor allem bei gemischten Workloads und schwer kalkulierbaren Anforderungen ausspielen. Dabei seien die hochverfügbaren Systeme kostengünstig und energieeffizient.

Die Dinosaurier der IT leben. Sie haben sogar die mit dem z10 umgesetzte Leistungssteigerung, die zu massiven Konsolidierungen in zahlreichen Rechenzentren führte, überstanden. In einer Pressemeldung berichtet IBM nun über weltweit steigende Anwenderzahlen. Insofern freuen Jürgen A. Krebs, Director Business Development bei Hitachi Data Systems, die erfolgreich bestandenen Tests sicherlich noch ein wenig mehr.

Getestet und zertifiziert wurde der Support klassischer Escon-Kanälen (Enterprise System Connection), der Nachfolger-Schnittstelle Ficon (Fibre Connection) und von FCP, dem Fibre Channel Protocol, die für die speichertechnische Anbindung von hochverfügbaren Speichersystemen an Mainframes genauso unverzichtbar sind wie die SCSI-Schnittstelle für die Open-Systems-Welt.

Der Glaubenskrieg geht in die nächste Runde

IBM hat die Zertifizierung zum Anlaß genommen allen Kritiker zu widersprechen, die den Mainframes auch weiterhin als teuer, überholt und unflexibel bezeichnen. „Das aktuelle System z10 sei Ergebnis einer fortlaufenden Weiterentwicklung und biete aktuellste und modernste Technik“, sagt Martina Koederitz, Vizepräsidentin IBM Systems und Technology. Dass die Implementierung moderner Technik manchmal etwas länger dauere, komme den Anwendern später bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Energie-Effizienz zu Gute, wehrt Koederitz die Kritik ab. In vielen Bereichen seien die Großrechner sogar Technologieschrittmacher, behauptet man bei IBM und verweist auf Stärken bei IT-Konsolidierung und Virtualisierung.

Gerade bei gemischten oder schwer kalkulierbaren Workloads sollen die Systeme glänzen – ohne Abstriche bei Systemstabilität, Verfügbarkeit und Erhaltung der Datenintegrität: System z ist nach EAL5 (Evaluation Assurance Level) und FIPS 140 (Federal Information Processing Standard) zertifiziert. Die alternative Grid-Technik könne mit diesen Standards nicht mithalten, so der Hersteller.

weiter geht es mit Visionen vom Mainframe

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