Hitachi Data Systems lässt Universal Storage Platforms (USP) von IBM zertifizieren System-z10-Mainframes eignen sich als Drehscheibe heterogener Systemwelten

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel

Skeptikern zum Trotz sieht IBM die eigene Großrechnerplattform System z als Teil kommender IT-Infrastrukturen. Als Technologieschrittmacher sollen die Mainframes ihre Stärken vor allem bei gemischten Workloads und schwer kalkulierbaren Anforderungen ausspielen. Dabei seien die hochverfügbaren Systeme kostengünstig und energieeffizient.

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Für IBM sind Grids keine Alternative zu den noch immer ausgelieferten Mainframes.
Für IBM sind Grids keine Alternative zu den noch immer ausgelieferten Mainframes.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Dinosaurier der IT leben. Sie haben sogar die mit dem z10 umgesetzte Leistungssteigerung, die zu massiven Konsolidierungen in zahlreichen Rechenzentren führte, überstanden. In einer Pressemeldung berichtet IBM nun über weltweit steigende Anwenderzahlen. Insofern freuen Jürgen A. Krebs, Director Business Development bei Hitachi Data Systems, die erfolgreich bestandenen Tests sicherlich noch ein wenig mehr.

Getestet und zertifiziert wurde der Support klassischer Escon-Kanälen (Enterprise System Connection), der Nachfolger-Schnittstelle Ficon (Fibre Connection) und von FCP, dem Fibre Channel Protocol, die für die speichertechnische Anbindung von hochverfügbaren Speichersystemen an Mainframes genauso unverzichtbar sind wie die SCSI-Schnittstelle für die Open-Systems-Welt.

Der Glaubenskrieg geht in die nächste Runde

IBM hat die Zertifizierung zum Anlaß genommen allen Kritiker zu widersprechen, die den Mainframes auch weiterhin als teuer, überholt und unflexibel bezeichnen. „Das aktuelle System z10 sei Ergebnis einer fortlaufenden Weiterentwicklung und biete aktuellste und modernste Technik“, sagt Martina Koederitz, Vizepräsidentin IBM Systems und Technology. Dass die Implementierung moderner Technik manchmal etwas länger dauere, komme den Anwendern später bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Energie-Effizienz zu Gute, wehrt Koederitz die Kritik ab. In vielen Bereichen seien die Großrechner sogar Technologieschrittmacher, behauptet man bei IBM und verweist auf Stärken bei IT-Konsolidierung und Virtualisierung.

Gerade bei gemischten oder schwer kalkulierbaren Workloads sollen die Systeme glänzen – ohne Abstriche bei Systemstabilität, Verfügbarkeit und Erhaltung der Datenintegrität: System z ist nach EAL5 (Evaluation Assurance Level) und FIPS 140 (Federal Information Processing Standard) zertifiziert. Die alternative Grid-Technik könne mit diesen Standards nicht mithalten, so der Hersteller.

weiter geht es mit Visionen vom Mainframe

Bei soviel Eigenlob können Visionen naturgemäß nicht ausbleiben. IBM sieht den Mainframe eigentlich als Nabel moderner IT-Infrastrukturen, bestens geeignet für Web- und Cloud-Computing. In heterogenen Umgebungen könnten die Großrechner als Daten- und Konsolidierungshub dienen.

Wirtschaftliche und flexible Plattform

Der Kostenfaktor ist für Big Blue kein Grund für eine Abkehr vom Mainframe. IBM empfiehlt Kunden, nicht nur Anschaffungskosten für Hard- und Software vergleichen, sondern alle Betriebskosten abwägen. Unter dem Strich seien die Großrechner eine der wirtschaftlichsten und flexibelsten Plattformen.

Auch in Sachen Energie-Effizienz sind die Großrechner konkurrenzfähig, behauptet IBM. Für einen fairen Vergleich müsse man allerdings Kühl- und Stromkosten ins Verhältnis zur tatsächlichen Arbeitsleistung setzen.

Unterstützung durch Fachkräfte, Softwareanbieter und Hersteller

Die Zukunft der eigenen Plattform will der Hersteller mit verschiedenen Initiativen sichern. So fördert IBM den akademischen Nachwuchs: Bis 2010 sollen weltweit 20.000 zusätzliche Fachkräfte ausgebildet sein. Zudem wirbt der Hersteller um die Unterstützung unabhängiger Softwarehersteller (Independent Software Vendor, ISV).

Weitere Informationen zu HDS USP V und VM und Mainframe-Zertifizierung finden Sie hier:

HDS USP V und USP VM

HDS-Zertifizierung für IBM System z10 Enterprise Server.

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