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Wechselfestplattentechnik wechselt den Besitzer Tandberg Data kauft RDX-Geschäft von Prostor Systems

| Redakteur: Nico Litzel

Tandberg Data übernimmt die 2006 von Prostor Systems entwickelte RDX-Wechselfestplattentechnik. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

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Tandberg Data übernimmt die Removable Disk Technology RDX von Prostor Systems.
Tandberg Data übernimmt die Removable Disk Technology RDX von Prostor Systems.
( Archiv: Vogel Business Media )

Prostor Systems ist künftig Lizenznehmer von Tandberg Data. Beide Unternehmen haben sich darauf verständigt, dass die Rechte und Patente an der Removable Disk Technology RDX und Teile des Prostor-Entwicklerteams an Tandberg Data gehen. Zum Kaufpreis schweigen sich beide Unternehmen aus. Prostor Systems wird sich nach der Übernahme künftig auf die Entwicklung, das Marketing und den Vertrieb der InfiniVault-Reihe konzentrieren, einer auf RDX basierenden Archivierungslösung.

RDX-Wechselfestplatten wurden 2006 vom nur einem Jahr zuvor gegründeten Unternehmen Prostor Systems auf den Markt gebracht. Relativ schnell zeigten Partner wie Dell, Fujitsu, Hewlett-Packard, Imation, IBM, NEC und Tandberg Data Interesse an der Technik und nahmen RDX-Produkte in ihr Portfolio auf. Tandberg Data avancierte rasch zum RDX-Marktführer.

2007 startete Quantum den Versuch, mit GoVault ein eigenes Wechselfestplattensystem am Markt zu etablieren. GoVault konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Seit Ende 2010 bietet auch Quantum RDX-Systeme an.

RDX hat sich zwischenzeitlich zum De-facto-Standard bei Wechselfestplatten entwickelt. Die RDX-Medien stellen aktuell zwischen 160 Gigabyte und einem Terabyte Kapazität zur Verfügung. Zudem werden auch SSD-Cartridges mit bis zu 512 Gigabyte Kapazität angeboten. RDX ist einfach zu handhaben und kombiniert die Geschwindigkeitsvorteile von Disks mit der Mobilität von Tapes. Zielgruppe sind kleine und Kleinstunternehmen, die auf der Suche nach einer Alternative zu Tapes sind.

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