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Deutscher Geschäftsbetrieb des Storage-Herstellers ist sichergestellt Tandberg Data meldet Insolvenz an

Redakteur: Philipp Ilsemann

Weil ein Investorenkredit nicht zurückgezahlt werden konnte, muss die norwegische Mutter Tandberg Data Insolvenz anmelden. In Deutschland soll das Geschäft jedoch weitergehen wie zuvor.

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Frank Roszyk, Geschäftsführer der deutschen Tandberg Data GmbH, bleibt trotz der Insolvenz der norwegischen Mutter optimistisch.
Frank Roszyk, Geschäftsführer der deutschen Tandberg Data GmbH, bleibt trotz der Insolvenz der norwegischen Mutter optimistisch.
( Archiv: Vogel Business Media )

Tandberg Data ist insolvent. Wie der Storage-Hersteller heute bekannt gab, mussten die norwegische Mutter Tandberg Data ASA sowie die Tandberg Storage ASA am Freitag bei norwegischen Gerichten Bankrott anmelden. Der Grund war ein Kredit der US-Investorengruppe Cyrus Capital, den das Unternehmen nicht rechtzeitig zurückzahlen konnte. Weil auch eine Kapitalerhöhung scheiterte, habe es keine Alternative gegeben, lässt Tandberg Data verlauten.

Die insolventen Muttergesellschaften werden nun liquidiert, für die Tochter- und Ländergesellschaften soll jedoch alles weitergehen wie zuvor. Denn Investor Cyrus Capital will die Assets, also die Konkursmasse, kaufen und in eine neu gegründete Gesellschaft, die TAD Holdings AS überführen, an der Cyrus der größte Anteilseigner ist. Diese wird künftig als Muttergesellschaft fungieren, aber nicht mehr als börsennotiertes Unternehmen, sondern sie verbleibt in PRivatbesitz. »Das Geschäft der Tandberg-Data-Niederlassungen wird in dieser neuen Struktur weiter bestehen – mit einer stark reduzierten Schuldenlast«, so Pat Clarke, CEO von Tandberg Data.

Kaum Änderungen für Deutschland

Damit sollen sich auch die Änderungen für die deutsche Tandberg Data GmbH in Grenzen halten. Da bestehende Verträge mit der GmbH geschlossen sind, werden Händler und Kunden von der Insolvenz in Norwegen vorerst nicht betroffen sein. Zudem ist geplant, Deutschland zum »Operational Headquarter« umzufunktionieren. Was dies konkret heißt, ist noch nicht final entschieden. Die Bedeutung der deutschen Gesellschaft innerhalb des Unternehmens könnte dadurch jedoch steigen.

»Wir behalten unsere Strategie bei und positionieren uns als Lösungsanbieter für Backup, Recovery und Archivierung. Im Zuge dessen stellen wir schon in den nächsten Wochen weitere Produkte für die Datensicherung auf Tape und Disk vor«, zeigt sich Frank Roszyk, Geschäftsführer der Tandberg Data GmbH, optimistisch.

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