Apps verspätet verfügbar, Management-Oberfläche zurückgestellt

Technische Schwierigkeiten bei ownCloud

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

OwnCloud vertröstet Enterprise-Anwender mit einer bereits umgesetzten Gruppenfunktionalität. Ebenfalls ab sofort verfügbar sind Apps für Android und iOS.
OwnCloud vertröstet Enterprise-Anwender mit einer bereits umgesetzten Gruppenfunktionalität. Ebenfalls ab sofort verfügbar sind Apps für Android und iOS.

OwnCloud veröffentlicht die bereits seit Längerem angekündigten mobilen iOS- und Android-Apps für die gleichnamige Filesharing-Plattform. Auf die ebenfalls schon avisierte Management-Konsole müssen Anwender allerdings noch warten.

Nachdem ownCloud bereits im April Apps für Android und iOS angkündigt hatte, sind die mobilen Erweiterungen nun verfügbar. Auf die damals ebenfalls in Aussicht gestellte Management-Oberfläche für die Enterprise Edition müssen Anwender aber wohl noch etwas warten.

Als Grund für die Verzögerung bei den Apps nennt Holger Dyroff, VP Sales & Marketing bei ownCloud, unter anderem "deutlich mehr technische Schwierigkeiten als ursprünglich angenommen". Zudem habe man das Feedback erster Testnutzer umsetzen und die Clients "durch spezifische ownCloud und/oder Dropbox-like Funktionalität abheben müssen".

Zum von ownCloud versprochenen Leistungsumfang der Anwendungen zählen:

  • Anmeldung bei Ihrem ownCloud Server (SSL oder HTTP), auch bei Nutzung spezieller Ports
  • Durchsuchen von Dateien und Ordnern auf dem Server
  • Herunterladen von Dateien auf das mobile Device
  • Öffnen von heruntergeladenen Dateien
  • Löschen von Dateien auf dem mobilen Device und auf dem Server
  • Anlegen von Ordnern auf dem Server
  • Hochladen von Videos und Bildern auf dem Server
  • Ändern von Passwörtern

Durchwachsene Anwendermeinungen

Trotz der lange gereiften Clients sind erste Anwenderrezensionen recht durchwachsen. So bescheinigt etwa Nutzer "Patrick" der ownCloud-App in Googles Play Store zwar einen akzeptablen Start, ergänzt aber kritisch: "Beim ersten Sync ist der Bildschirm leer und es ist unklar, das überhaupt etwas passiert. [...] Es fehlt: Ganzer Ordner herunterladen / synchron halten".

Die mobilen Apps für iOS und Android sind ab sofort für je 0,79 Euro respektive 0,99 US-Dollar zu haben. Der Anbieter will die Tools "auf absehbare Zeit" weiterentwickeln. Nutzer von Blackberry, Windows Phone oder Windows 8 RT verweist der ownCloud dagegen auf das Webinterface.

Gruppenfunktionalität statt Management-Oberfläche

Die Entwicklung der ownCloud-Management-Oberfläche hat der Anbieter "zugunsten anderer Projekte" zurückgestellt. Ersatzweise verweist Dyroff auf Funktionen, die bereits in ownCloud selbst umgesetzt worden sind, darunter eine "Gruppenfunktionalität".

Künftig wolle man die Nachfrage weiter im Auge behalten und die Plattform dem entsprechend anpassen. Konkrete Themen seien derzeit "Security und Verschlüsselung" sowie die "Integration lokaler, existierende Filesysteme in ownCloud um diese existierenden Daten direkt über Cloud Services zur Verfügung zu stellen."

Abgrenzung von anderen Filesharing-Diensten

OwnCloud ist eine File-Sharing- und File-Synchronisations-Lösung für Unternehmen. Besonderheit des Produkts: Anwender entscheiden selbst, ob sie Daten auf externen Cloudspeichern oder eigenen Servern vorhalten. Das System basiert auf einem LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL, PHP); Speicherplatz gehört nicht zum Angebot. Als Datenträger eignen sich laut ownCloud physikalische Speicher oder Storage Services, die sich im Betriebssystem mounten lassen. Neben einer kostenfreien Variante gibt es kommerzielle Versionen mit erweiterten Funktionsumfang und Anpassungsmöglichkeiten.

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