Der Konsument produziert und soziale Netzwerke multiplizieren

The Next Generation Storage teilt das Schicksal der aktuellen Generation

| Redakteur: Rainer Graefen

Rainer Graefen, Chefredakteur Storage-Insider.de
Rainer Graefen, Chefredakteur Storage-Insider.de (Vogel Business Media)

Sprach man früher von Informationsüberflutung, die dem menschlichen Gehirn nicht mehr zuzumuten sei, so geht es heute und morgen darum, die Informationen in der Flut so zu verknüpfen, dass sie wieder zu etwas nütze werden. Mit diesem Big-Data-Generator werden wir noch viel Freude haben.

Horcht man in die Welt hinaus, dann stehen wir schon bis zum "Hals" in einer riesigen Datenflut für die es bald nicht mal mehr eine Vorsilbe geben wird. Oder, falls einem dieses Bild besser gefällt, wir könnten den Weg nach Alpha Centauri auf Quadrillionen von Büchern, die diese Datenflut in gedruckter Form enthalten würden, zu Fuß zurücklegen.

Und mit jedem weiteren Jahr, das vergeht, erreichen wir weiter entfernte Galaxien, die zuvor noch kein Mensch gesehen hat. Außer, man ist Startrek-Fan.

Der Sinn des Lebens: wachsende Sozia(bi)lität

Gemessen an diesen Dimensionen wirkt sogar das angebliche Wirtschaftsrettertelefon iPhone 5 anachronistisch: Der Bildschirm besitzt nur ein Fünftel der Diagonale eines halbwegs gut ausgestatteten Arbeitsplatzbildschirms; die Prozessorpower lahmt an allen Ecken und Enden; und selbst die Nutzung des neuen Funkstandards LTE wird mit seinen derzeit maximal 100 MBit pro Sekunde Bandbreite auch nur wenige Bilder pro Sekunde zum iPhone-Betrachter schicken.

Dem einzelnen Smartphone-Besitzer wird einerseits angesichts von zehntausenden Bildern und Filmen pro Minute, die andere auf Youtube und Facebook uploaden, sehr extrem vor Augen geführt, dass er als (Daten-)konsument nur versagen kann.

Als Konsument hat man verloren

Das ist natürlich kein Grund zu verzweifeln, schließlich kann man ja ebenfalls als (Daten-)produzent tätig werden und sich der Welt von seinen besten Seiten zeigen. Nicht nur zukünftigen Ahnenforschern wird das eine lebenslange Beschäftigung garantieren.

Der Titel „Next Generation Storage“ ist angesichts der digitalisierten Mitteilungsfreude zwischen Menschen und Unternehmen ein wenig euphemistisch gewählt. Der technische Fortschritt hinkt, gemessen am Kapazitätswachstum, schwer nach.

Die Hosts und Virtuellen Maschinen könnten mehr Daten verarbeiten, wenn nur die Speichertechnik den Prozessor nicht immer wieder zu Wartezeiten nötigen würde. In unserem Kompendium können wir allerdings über einige schöne Detailverbesserungen berichten, die viele neue Optionen für die rasche Datenverarbeitung ermöglichen.

Was helfen könnte: inhaltliche Deduplizierung

Trotz der scheinbaren technischen Minderleistungen, gibt es Hoffnung. Mit viel Ingenieurskunst wurde die Deduplizierung erfunden, die zum Beispiel das Backup-Volumen dramatisch reduziert hat, indem sie identische Datenblöcke nur einmal speichert. Und auch bei der Spracherkennung sind wir einige Schritte voran gekommen, was die Höhenflüge von Apples Siri zeigen, die schon fast menschliches Verständnis vortäuschen.

Und auch anderes ist auf dem Vormarsch, wenn man an automatische Textgeneratoren denkt, die auf dem besten Wege sind aus Textinformationen lesenswerte Artikel zu produzieren. Warum also sollte es nicht gelingen, gleiche Informationen aller Formen von (Daten-)kommunikation auf den realen Gehalt zu reduzieren. Dann verlinken wir nur noch darauf und sparen uns neben dem Speicherplatz auch noch manche Debatte. So schlimm wäre es ja nicht, wenn wir dann auf gedachten Buchbrücken virtuell nur noch bis zum Saturn kommen würden.

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