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Thin Provisioning | TP | Speicherkreditierung | Überbuchung

| Redakteur: Gerald Viola

Bei der klassischen Provisionierung ist die erzielbare Auslastung von Storage-Systemen sehr gering. Zwar lassen sich fast 100 Prozent der vorhandenen Speicherkapazität zuordnen, mit

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Bei der klassischen Provisionierung ist die erzielbare Auslastung von Storage-Systemen sehr gering. Zwar lassen sich fast 100 Prozent der vorhandenen Speicherkapazität zuordnen, mit Daten belegt sind jedoch typischerweise weniger als 30 Prozent. Das gilt in geringerem Maße auch für virtualisierte Speicherumgebungen, da sich hier LUNs leichter vergrößern lassen und deshalb nicht von vornherein mehr Speicher zugeordnet werden muss.

Mittels Thin Provisioning oder der Überbuchung des vorhandenen physischen Speichers, lässt sich die installierte Speicherkapazität besser ausnutzen. Dabei wird dem Server, der Speicher für eine Anwendung oder ein Projekt benötigt, ein Speicherkredit zugeteilt.

Ein Teil der Speicherkapazität ist tatsächlich körperlich in Form von Festplattenspeicher zuzüglich einer gewissen Reserve vorhanden. Wird ein definierter Schwellwert des physischen Speichers von beispielsweise 80 Prozent überschritten, allokiert das System automatisch weitere Speicherkapazität aus einer übergeordneten Speicherreserve.

Thin Provisioning ist eine Methode, mit der sich die Speicherauslastung auf 70 bis 80 Prozent hochschrauben lässt. TP hilft dem Storage-Administrator, die jedes Jahr um 50 Prozent sinkenden Speicherpreise bei der Budgetplanung besser zu adaptieren.

Thin Provisioning wird seit dem Jahr 2010 durch das „Sub Volume Tiering respektive das automatic tiering“ unterstützt.

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