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Scale-up von All-Flash-Arrays im Lego-Verfahren Tintri bringt Flexdrive

| Autor / Redakteur: Diplom-Betriebswirtin Tina Billo / Rainer Graefen

Mit der Softwarelösung Flexdrive lässt sich die Speicherkapazität der Tintri EC6000 All-Flash-Systeme durch das Hinzufügen einzelner SSD-Laufwerke erhöhen. Der ebenfalls neue in die Benutzeroberfläche integrierte Erweiterungsplaner soll helfen, den künftigen Bedarf vorausschauend zu ermitteln.

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Flexdrive von Tintri ermöglicht die Kapazität der EC6000 All-Flash-Arrays des Herstellers durch das Hinzufügen einzelner Laufwerke zu erweitern.
Flexdrive von Tintri ermöglicht die Kapazität der EC6000 All-Flash-Arrays des Herstellers durch das Hinzufügen einzelner Laufwerke zu erweitern.
(Bild: Tintri)

Skalierbarkeit ist ein Thema, dass sich Tintri auf die Fahne geschrieben hat. Flexdrive sieht der Hersteller als logische Fortführung an, die Software verändere die "Art und Weise, wie Kunden die Kapazität ihres All-Flash-Systems erweitern", so Kieran Harty, Chief Technical Officer und Mitbegründer von Tintri. Dies sei nun abgestimmt auf ihre tatsächlich vorliegenden Erfordernisse möglich, und zwar ohne dass hierfür gleich mehrere Laufwerke hinzugefügt werden müssen.

Flexdrive ermögliche Kunden nun ein nur halbbestücktes All-Flash-Array zu kaufen. So könnten sie klein starten - im Fall der Tintri EC6000-Serie mit einem System, dass mit dreizehn Laufwerken ausgestattet ist. Sobald die bereitstehende Kapazität ausgeschöpft sei, ließe sich diese durch den Einschub einer einzelnen SSDs in einen der noch unbelegten Schächte bedarfsgerecht ausbauen. Um direkt darauf zugreifen und virtuelle Maschinen (VMs) bereitstellen zu können, reiche in der Benutzeroberfläche ein Mausklick auf den "Erweitern"-Button aus.

Kleine anstelle großer Schritte

Als Vorteil von Flexdrive führt Tintri an, dass für den Ausbau des Speicherplatzes im Gegensatz zu herkömmlichen Architekturen nun nicht länger RAID-Gruppen mit mehreren Laufwerken oder Drive-Shelves erforderlich seien. Dadurch ließe sich vermeiden, von vorneweg Kapazitäten in großen Mengen und damit meist mehr als tatsächlich nötig kaufen zu müssen. Ergebnis sei, dass sich Kosten und Platz einsparen ließen und der Verkabelungsaufwand sinke. Ebenso entfällt laut Hersteller der ansonsten mit Erweiterungen verbundene administrative Mehraufwand wie die Erstellung von LUNs und/oder Datenträger für virtuelle Maschinen.

Vielmehr ließe sich die Speicherkapazität nun in nur wenigen Minuten selbst von Laien ohne besondere Vorkenntnisse im laufenden Betrieb unterbrechungsfrei skalieren. Hinzu kommt laut Hary, dass sobald größere Flash-Laufwerke eingeführt werden, ein einzelner Datenträger mehrere Dutzend Terabyte bereitstellen könne.

Kapazitätsermittlung

Um zu berechnen, welche Speicherkapazitäten künftig erforderlich sind und die Planung zu erleichtern steht Kunden neben Tintri Analytics, einem Tool, das anhand von Analyse-Algorithmen den Ressourcenbedarf für bis zu 18 Monate prognostiziert, nun auch ein Erweiterungsplaner zur Verfügung.

Der in die Standardbenutzeroberfläche integrierte Erweiterungsplaner ermöglicht die zur Deckung des künftigen Speicherbedarfs nötige Anzahl an SSDs zu berechnen.
Der in die Standardbenutzeroberfläche integrierte Erweiterungsplaner ermöglicht die zur Deckung des künftigen Speicherbedarfs nötige Anzahl an SSDs zu berechnen.
(Bild: Tintri)

Mit dem in die Standardbenutzeroberfläche integrierten Werkzeug erhalten Nutzer Informationen darüber, wie sich der Einschub weiterer Laufwerke in das All-Flash-Array auswirken wird. Für die Berechnung der möglicherweise zusätzlich benötigen Laufwerke werden historische Systemlast-Profile herangezogen.

Verfügbarkeit

Kunden mit einem laufenden Support-Vertrag erhalten die Tintri FlexDrive-Software für EC6000-Systeme kostenlos im Rahmen der Einführung von Tintri OS 4.4.1 Ende dieses Monats.

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