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Interview mit Greg Schulz, The StorageIO Group Tipps fürs Data Management in virtualisierten Serverumgebungen

Redakteur: Nico Litzel

Greg Schulz, Gründer und Senior Analyst des Beratungsunternehmens The StorageIO Group, erklärt im nachfolgenden Interview, wie man Daten in virtualisierten Serverumgebungen am besten verwaltet kann und wie die Speicherhersteller mit ihren Produkten virtuelle Maschinen unterstützen.

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Greg Schulz, Gründer und Senior Analyst The StorageIO Group
Greg Schulz, Gründer und Senior Analyst The StorageIO Group
( Archiv: Vogel Business Media )

Storage-Insider.com: Was ist der wichtigste Punkt, den es zu beachten gilt, wenn man Storage Management Tools in virtualisierten Speicherumgebungen einsetzen möchte?

Schulz: Zunächst darf man einen wesentlichen Punkt nicht vergessen: Virtuelle Server werden als Datei auf einer Festplatte gespeichert. Das mag zwar trivial klingen, ist aber ein wichtiger Punkt, denn das hat zur Folge, dass die Verwaltung von virtuellen Servern in vielerlei Hinsicht der von anderen Daten ähnelt. Man muss sicherstellen, dass von virtuellen Servern Backups erstellt und sie geschützt und abgesichert werden. Allerdings unterscheiden sie sich in vielen Punkten von physischen Maschinen. Viele Tools, die Sie bereits einsetzen, um Ihren Storage, Ihre Daten oder Ihre physischen Server zu verwalten, können Sie auch für virtuelle Server einsetzen. Vielleicht müssen Sie hierfür zunächst nur ein mittelgroßes Update fahren oder ein zusätzliches Plug-in installieren. Andererseits gibt es auch spezielle Tools, die für den Einsatz in virtualisierten Serverumgebungen konzipiert wurden.

Storage-Insider.com: Wie unterstützen denn die Speicherhersteller virtuelle Server?

Schulz: Umfassend. Wenn Sie mir einen Hersteller zeigen können, der nicht das Wort virtuell in seiner Produktpalette, in seinen Prospekten oder bei den Buzzword-Kauderwelsch-Debatten verwendet, so wäre das ziemlich einzigartig. Die Hersteller bieten allerdings verschiedene Dinge an. Manche sind sehr offensiv, wenn es um eine Integration geht, etwa der von VMwares vSpheres Site Recovery Manager (SRM), Microsoft Hyper-V, Live Migration, Citrix oder Xen. Einige Hersteller sind zudem weiter als andere. Manche bieten nur Basisfunktionen an, andere hingegen sind geprüft und zertifiziert. Einige Hersteller sind sogar noch enger eingebunden, etwa durch die VMware-VAAI-API-Initiative. So kann man also unterm Strich getrost sagen, dass alle Hersteller die Virtualisierung zumindest auf dem Radar haben und ihre Produkte mehr oder weniger gut virtualisierte Serverumgebungen unterstützen.

Wenn man erst einmal herausgefunden hat, ob ein bestimmter Anbieter mit virtualisierten Serverumgebungen zurechtkommt oder auch nicht, kommt es letzten Endes auf andere Merkmale an, etwa ob diese Lösungen tatsächlich erprobt und zertifiziert sind und welchen Grad der Integration sie unterstützen. Auch wird man die Möglichkeiten verstehen wollen, die sie bieten und einem ermöglichen.

Weiter mit: Braucht man für virtuelle Server auch virtuelle Speicher?

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