Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

Tivoli Storage Manager – die Erfolgsgeschichte der ersten 20 Jahre, Teil 3

11.05.2010 | Autor / Redakteur: Klemens Poschke / Nico Litzel

Medienkollektion (3,5-Zoll-Diskette, 8-mm-Bandkassette, CD, Handbuch) zu Backint/ADSM, TDP for SAP R/3 und TDP for Hardware aus verschiedenen Jahren
Medienkollektion (3,5-Zoll-Diskette, 8-mm-Bandkassette, CD, Handbuch) zu Backint/ADSM, TDP for SAP R/3 und TDP for Hardware aus verschiedenen Jahren

IBM 3466 WebCache Manager

  • IBM 3466 WebCache Manager (September 1998) – diese Lösung war eine faszinierende Modifikation des NSM, die für die Spezialaufgabe als Internet Filetransfer Ressource konzipiert war. Filetransfer-Dienstleistungen über Webserver waren in dieser Zeit schon sehr gefragt, oftmals waren aber die Bandbreiten der öffentlichen Netzwerke zu den Web-Servern beschränkt (ISDN-Geschwindigkeit) und Online-Plattenspeicher war teuer. Der WebCache Manager bestand – wie der NSM – aus einem RS6000/H50 Rechner mit ADSM-Server auf AIX, einem internen SSA-Plattenspeicher, dessen Dateisystem von einem AIX/HSM-Client verwaltet wurde und einer IBM 3494/3590-Bandlibrary.

Stub-Files als Stellvertreter für physisch migrierte Dateien

In der HSM-Implementierung von ADSM werden Stub-Files verwendet als Stellvertreter für die physisch migrierten Dateien. Üblicherweise sind die Stub-Files so groß wie ein Block des Dateisystems (4 kB). Beim WCM änderte man diese Blockgröße auf einen Wert von 256 kB und größer. Falls nun ein Filetransfer einer sehr großen Datei über das Internet (ISDN) angefordert wurde, konnte sofort mit der Übertragung begonnen werden und der HSM-Agent begann im Hintergrund den Rest der Datei von Band nachzuladen. Das Nachladen geschah schneller, als die Stub-Datei zum Nutzer übertragen wurde, was dem Benutzer die Illusion vermittelte, jede noch so große Datei in unmittelbarem Zugriff zu haben.

Den wirtschaftlichen Vorteil dieser Lösung beschreibt ein Auszug aus einem Artikel aus MONITOR Online 2/99 vom Kunden Deutsche Telekom AG (Quelle: www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/101):

… Der neue IBM 3466 Web Cache Manager ist Teil der von IBM entwickelten Seascape-Speicherarchitektur und stellt eine Kombination aus führenden Speichertechnologien dar. Zu einer Gesamtlösung integriert wurden ein leistungsfähiger Speicher-Server, Platten- und Bandspeichermedien sowie die entsprechende Speichermanagement-Software. Durch eine einmalige Kombination aus hierarchisch eingesetzten Band- und Plattenspeichermedien bietet das Produkt mit bis zu zwei Terabyte ein Vielfaches der Speicherkapazität herkömmlicher Web-Proxiesund kann auch sehr große Seiten und Dateien mit zehn Megabyte und mehr zwischenspeichern. Da die Seiten und Dateien lokal vorgehalten werden, leistet der Web Cache Manager einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Antwortzeiten im Internet […] Unsere aktuellen Tests haben ergeben, dass wir mit dem Web Cache Manager mehr als die Hälfte des Web-Traffics in Bytes sparen können. Im Gegensatz zu anderen Web-Proxies arbeitet der Web Cache Manager mit einer Hierarchie zweier Speichermedien, die deutliche Kostenreduktionen auf der Hardware-Seite ermöglicht. Eingesetzt werden SSA-Platten (Serial Storage Architecture) und Magstar-Bänder. Diese Wahlmöglichkeit für die Speicherung von Daten bietet ISPs das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis und den größten derzeit erhältlichen Cache. Bandspeicher sind um das Fünf- bis Zehnfache preiswerter als Plattenspeicher und damit der kosteneffizienteste Weg, größere Web-Objekte mit einem Megabyte oder mehr zu speichern – denn rund 50 Prozent des Web-Verkehrs besteht mittlerweile aus Inhalten dieser Größenordnung …

Weiter mit: Medienverwaltungs-Funktionen von ADSM auf Open Systems

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