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Umfrage: Neun Antworten von Orchestra zu „Speichersysteme für den Mittelstand“

Unified Storage hat Vorteile vor Blockspeicher kombiniert mit NAS-Gateways

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7. Ist Unified Storage der Weg zu einem einfacheren Management oder doch besser ein zentraler Speicherpool mit NAS-Gateways?

Bertele: Unified Storage ist definitiv der bessere Weg zum einfachen Management. Der Vorteil von Unified Storage Systemen besteht im zentralen Management für die Verwaltung von NAS und SAN.

Bei NAS-Gateways hat man für das Management immer mindestens zwei Anlaufstellen - einmal im SAN- und einmal im NAS-Bereich. Die Komplexität steigt, wenn NAS-Gateways und zentraler Speicherpool von verschiedenen Herstellern bereitgestellt werden.

Im Supportfall beginnt schnell das „Fingerpointing“. Handelt es sich um eine Neuanschaffung, ist Unified Storage gegenüber NAS-Gateways klar vorzuziehen. Sind bereits Speicherpools vorhanden und möchte man diese auch im NAS Umfeld einsetzen, sind Gateway-Lösung durchaus geeignet.

Damit können Investition geschützt werden und lange Migrationen von alten auf neue Systeme können vermieden werden. Eine allgemein gültige Aussage zu treffen ist schwer.

Eine Betrachtung von Ist- und Soll-Zustand beim Kunden ist ratsam. Wenn man sich allerdings rein auf das Management beschränk, ist sicherlich Unified Storage die bessere Wahl.

8. Wenn sich das Management und Speichern in der Cloud durchsetzen würde, brauchen wir dann noch Speicher für den Mittelstand?

Bertele: Inwieweit und in welcher Tiefe der Cloud-Ansatz vom Markt angenommen wird, vermag man heute noch nicht zu beurteilen. Die Risiken, Daten in die Public Cloud zu verlagern, sind derzeit noch enorm hoch.

Spricht man über Datenhaltung in der Public-Cloud, kommt vorrangig die Frage der Datensicherheit auf den Tisch. Die Kunden wissen nicht mehr, wo ihre Daten liegen und wie mit diesen umgegangen wird.

Es ist möglich, dass Daten über Ländergrenzen hinweg verteilt werden. Juristische Probleme (z. B. Verstoß gegen Datenschutzrichtlinien) sind vorprogrammiert, denn die einzelnen Länder weisen unterschiedliche Rechtsgrundlagen auf (WikiLeaks lässt grüßen).

Branchenspezifische Anforderungen an die Datensicherheit sind nur äußerst schwer umsetzbar. Sind die Unternehmensdaten erst einmal in der Public-Cloud, ist man vom Cloudanbieter abhängig. Bei Ausfall oder Beeinträchtigung der Services, kann die eigene Produktivität unmittelbar in Leidenschaft gezogen werden.

Bei Änderung der Anforderungen an die Datenhaltung muss geprüft werden, ob dieser die neuen Vorgaben umsetzen kann. Ist dies nicht der Fall, sind aufwendige Datenmigrationen notwendig.

Speichern in der Cloud ist generell ein guter Ansatz. Jedoch sollte sorgfältig ausgewählt werden, welche Daten in der Public-Cloud vorgehalten werden sollen. Ein pauschaliertes „Ja“ zu Speichern in der Public-Cloud sollte man vermeiden und daher wird es Storage in Unternehmen noch lange geben.

9. Haben Sie schon Kunden, die produktive Daten, Datensicherung oder Archivierung von Daten in der Cloud praktizieren?

Bertele: Backup ist komplex und ungeliebt. Die Unternehmens-IT will sich am liebsten nicht mit dem Thema befassen, deshalb auch der Ansatz „Wolke“, den es im Übrigen schon länger gibt.

Für Kleinstkunden sicherlich ein gangbarer Weg. Die Klientel mit der wir uns befassen, hat eine mittelgroße IT und lehnt Backup in der Cloud ab. Um das komplexe, ungeliebte Thema Backup sauber zu lösen und auch für den Notfall auf ein funktionierendes Backup zugreifen zu können, bietet Orchestra einen Remote Managed Service an.

D.h wir monitoren und kontrollieren die Umgebung mittels einer selbst geschriebenen Applikation beim Kunden. Dies ermöglicht uns, proaktiv tätig zu werden, so dass es erst gar nicht zur Störung kommt.

Unsere tägliche Arbeit bzw. die Reports zur Kundenumgebung stellen wir als Cloud Service grafisch und numerisch aufbereitet dem Kunden zur Verfügung.

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