Im Fokus: Cloud Storage – in drei Etappen zum Ziel Unternehmen auf ihrer „Reise“ in die Cloud

Autor / Redakteur: Achim Freyer* / Dr. Jürgen Ehneß

Es ist noch nicht so lange her, dass die Nutzung der öffentlichen Cloud als zu großes Risiko angesehen wurde. Heute betrachten Unternehmen Public-Cloud-Anbieter als strategische Partner und erkunden neue Wege, um sich die Innovationen, Agilität und Skalierbarkeit von Anbietern wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure zunutze zu machen.

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Im Fokus: Cloud Storage – in drei Etappen in die Cloud.
Im Fokus: Cloud Storage – in drei Etappen in die Cloud.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die „Reise“ in die Cloud sieht drei Etappen vor: die Archivierung von Backup-Daten in der Cloud, die Cloud-Instanziierung und Migration von Anwendungen und schließlich die Cloud-native Sicherung von Daten, die in der Cloud generiert und verarbeitet werden. Eine moderne Cloud-Data-Managementplattform wartet mit verschiedenen Lösungen auf, die sich auf die Bedürfnisse der Unternehmen während dieser drei Etappen konzentrieren.

Erste Etappe: Archivierung von Backup-Daten in der Public Cloud

Ein gängiger Anwendungsfall der ersten Phase ist die Archivierung von Backup-Daten im Public-Cloud-Speicher statt auf physischen Bandmedien. Dies ist nicht nur ein risikofreier Einstiegspunkt in die Public Cloud, sondern adressiert auch typische Probleme mit Bandspeicherkosten, zeitaufwändigem Wiederauffinden von Daten und physisch fehlerhaften Medien.

Cloud-Data-Management ist ein Ansatz, der die typischen Herausforderungen bereits frühzeitig angegangen ist. Die Lösung lag in einer Funktion, die die Archivierung von Backup-Daten für lokale Workloads nativ zu AWS S3 und Azure Blob Storage unterstützt. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Bandinfrastruktur durch massiv skalierbare und kostengünstige Public-Cloud-Objektspeicher zu ersetzen. Neben dem einfachen Backup-Datenmanagement hilft dies den Unternehmen, die Nutzung von Public-Cloud-Storage-Ressourcen zu optimieren.

Eine optimierte Datenübertragung in die Public Cloud hinein und aus der Public Cloud heraus trägt maßgeblich zur Kosteneffizienz bei. Die größten Faktoren, die die Kosten von S3 und Azure Blob Storage beeinflussen, sind die Datenmenge, die gespeichert werden soll, und die Bandbreite, die zur Wiederherstellung dieser Daten aus der Cloud in die lokale Umgebung erforderlich ist. Dieses Problem der Speicherkosten lässt sich lösen durch Deduplizierung und Komprimierung der Backup-Daten vor dem Eintreffen in S3 oder Blob Storage, wodurch der benötigte Speicherplatz reduziert wird.

Hinzu kommt noch, dass Schreiben in die Cloud deutlich günstiger ist als Lesen. Wenn diese Daten also so gut wie nie gelesen werden, halten sich die Kosten im Rahmen. Ferner sollte die Backup-Software einen Incremental-Forever-Ansatz fahren, um sowohl die Bandbreite als auch die zu bewegenden Daten gering zu halten.

Zweite Etappe: Migrationen und Geschäftskontinuität in der Cloud

Wenn Unternehmen ihre Cloud-Reise fortsetzen, gilt es sicherzustellen, dass sie durch ein Datenmanagement-Tool zur Vereinfachung von gängigen Prozessen unterstützt werden. Hierzu gehören Funktionen, um Migrationen und Geschäftskontinuität in der Cloud zu ermöglichen. So lassen sich On-Premises-, also Vor-Ort-Workloads, in der Cloud bei Bedarf im Falle einer Katastrophe, für Test/Dev-Zwecke oder als Teil einer Cloud-Migration instanziieren. Ein hierfür geeignetes Tool automatisiert den Prozess der Konvertierung vor Ort betriebener virtueller Maschinen in Cloud-Instanzen, auf denen die Anwendungen des Unternehmens in der Cloud ausgeführt werden.

Dritte Etappe: Sicherung Cloud-nativer Workloads

Unternehmen werden bei der Nutzung öffentlicher Cloud-Ressourcen anspruchsvoller und erstellen neue Cloud-native Applikationen oder verändern ihre vorhandenen Applikationen in der Cloud. Mit dem geeigneten Datenmanagement-Tool lassen sich auch die von diesen Applikationen erstellten Daten sichern. Ein solches Cloud-Cluster-Tool ist eine virtuelle Variante einer Cloud-Data-Management-Plattform, die mithilfe von nativen Public-Cloud-Ressourcen instanziiert wird, mit denen Cloud-native Workloads in AWS oder Azure gesichert werden können. Durch die Erweiterung der Datenmanagementumgebung in die öffentliche Cloud hinein steht Unternehmen eine einheitliche Lösung für die Sicherung und Verwaltung ihrer Vor-Ort- und Cloud-Daten zur Verfügung.

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Wie die Cloud-Nutzung sicherer wird

Immer dann, wenn Daten nach außerhalb über das Internet übertragen werden, sollten sich Unternehmen mit daraus resultierenden Fragen der Datensicherheit auseinandersetzen. Dabei geht es um den Schutz von Daten in Bewegung und im Ruhezustand. Optimal ist eine End-to-End-Lösung, beginnend mit Datenverschlüsselung, wenn die Daten auf Datenmanagement-Nodes gesichert werden. Jede Datei wird dabei Client-seitig verschlüsselt, bevor die Daten beispielsweise auf Amazon S3 oder Azure Blob Storage archiviert werden. Die Kombination aus Verschlüsselung von Daten in Bewegung und im Ruhezustand gewährleistet, dass die Daten stets geschützt sind, egal, wo sie sich gerade befinden. Wenn sich die Daten schließlich im Public-Cloud-Speicher befinden, ist der Zugriff auf einen bestimmten Satz authentifizierter Benutzer beschränkt. Zulässige Aktionen werden dabei mit dem rollenbasierten Zugriffssteuerungsprogramm (Role-Based Access Control, RBAC) gesteuert.

Mit dem richtigen Datenmanagement die Cloud-Reise fortsetzen

Achim Freyer, Rubrik DACH.
Achim Freyer, Rubrik DACH.
(Bild: Rubrik)

Diese neuen Datenmanagement-Tools zeigen, wohin die Cloud-Reise geht. Entsprechende Lösungen sollten Unternehmen bei dieser Reise unterstützen. Sie sollten geeignete Tools und Funktionen bereitstellen, die es Unternehmen ermöglichen, von der Kosteneffizienz und den Innovationen der großen Public-Cloud-Plattformen vollends zu profitieren.

*Der Autor: Achim Freyer, Rubrik DACH

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