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IDC-Studie für Deutschland im Jahr 2012 Unternehmen stehen bei Big Data noch ganz am Anfang

| Redakteur: Katrin Hofmann

Die wachsenden Datenmengen werden für Unternehmen immer stärker zu einem ernsthaften Problem. Die Marktforscher von IDC haben sich in einer Studie mit dem Thema befasst.

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Die digitale Datenflut ist mit den passenden Mitteln beherrschbar.
Die digitale Datenflut ist mit den passenden Mitteln beherrschbar.
(Archiv Vogel Business Media)

Da vorhandene Lösungen und Systeme bei der Bewältigung der Datenmengen an ihre Grenzen gelangen, erproben und nutzen Fachbereiche und IT-Abteilungen zahlreiche technologische und organisatorische Ansätze, von denen sie sich zugleich bessere Geschäfte erhoffen. Viele Organisationen befinden sich noch im Anfangsstadium und erledigen derzeit Basisarbeiten. Dies ist das Fazit der IDC-Studie „Big Business dank Big Data? Neue Wege des Datenhandlings und der Datenanalyse in Deutschland 2012“.

Ziel der von IDC im September 2012 durchgeführten Befragung unter 254 deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern war es, die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze für das neue IT-Paradigma Big Data zu untersuchen. Der Schwerpunkt lag dabei insbesondere auf Umsetzungsszenarien zur Verbesserung von Datenmanagement und Datenanalyse aus Sicht der IT- und der Business-Entscheider. In die Befragung wurden nur die Unternehmen einbezogen, die sich mit Datenaspekten intensiv auseinandersetzen und Big Data adressieren.

Big Data umfasst große Datenmengen, unterschiedliche Datenformate und Datenquellen, die mit herkömmlichen Methoden und Vorgehensweisen (Datenarchitektur, Datenorganisation, Datenmanagement, Datenanalyse und Datenpräsentation) nur unzulänglich bearbeitet werden können. Ziel ist es, mit speziellen Tools und Konzepten, wirtschaftlichen Nutzen aus den Daten zu ziehen.

Der Datenberg wächst kontinuierlich

Deutsche Unternehmen stellen ein stetiges Wachstum ihrer Datenbestände fest. Wie die Befragungsergebnisse zeigen, erwarten mehr als drei Viertel der Verantwortlichen in den nächsten zwei Jahren einen jährlichen Datenzuwachs von bis zu 25 Prozent. Immerhin 13 Prozent rechnen damit, dass ihr Datenberg im selben Zeitraum um 25 bis 50 Prozent wächst. Der Datenstrom speist sich aus einer Vielzahl von Quellen. Das stärkste Wachstum messen die IT- und Businessverantwortlichen den mobilen Anwendungen (40 Prozent der Nennungen), Daten aus IT- und TK-Systemen (39 Prozent), Daten aus Anwendungen in der Cloud (36 Prozent) und unstrukturierten Daten (34 Prozent) zu. Die Befragten haben also deutlich erkannt, dass akuter Handlungsbedarf besteht.

Basisarbeit vielfach noch nicht gemacht

Die IT-Organisationen sind durch operative Aufgaben ausgelastet, so dass kaum Zeit für Innovation bleibt. Die größten Herausforderungen sind Schutz der Informationen (46 Prozent), die effiziente Speicherung der (43 Prozent) und die Kostenfrage zur Beherrschung der Daten (39 Prozent). Grundlegende Aufgaben bestehen also fort und können keineswegs als gelöst betrachtet werden. Hinzu kommen aus IT-Sicht weitere Fragestellungen, etwa nach der Bewältigung der Datenmenge insgesamt, dem Handling des hohen Datenverkehrs und der Datenverwaltung. Die genannten Punkte spiegeln somit die Breite und den Umfang einer Herausforderung wider, die letztendlich und wenn auch in unterschiedlicher Intensität das gesamte Unternehmen durchdringt.

Die Befragungsergebnisse legen den Schluss nahe, dass IT-Organisationen und Fachbereiche zwar um das Datendilemma wissen, aber auf dessen Breite und Intensität oftmals lediglich mit punktuellen Lösungsansätzen reagieren. Das ist durchaus nachvollziehbar.

„Die in den Firmen installierten Lösungen und die genutzen Konzepte stoßen zunehmend an ihre Grenzen, um die Daten ausreichend zu erschließen. Hier sind strategische Ansätze gefragt, ansonsten ist ein Scheitern vorprogrammiert. Wir erwarten, dass viele Organisationen hybride Szenarien aus vorhandener und neuer Technologie entwicklen, um sich der Herausforderung Big Data zu nähern. Die ersten Ansätze sind bereits sichtbar“, stellt Matthias Zacher, Senior Consultant bei IDC in Frankfurt fest.

Noch mehr Einblick in die Studie erhalten Sie auf der nächsten Seite.

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