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IDC-Studie für Deutschland im Jahr 2012

Unternehmen stehen bei Big Data noch ganz am Anfang

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Technologische Vielfalt überraschend breit

Gleichwohl erproben und nutzen die befragten IT-Entscheider zahlreiche der mit Big Data in Verbindung gebrachten Technologien. Am häufigsten kommen heute In-Memory-Datenbanken, High Perfomance Computing und Enterprise Content Management zum Einsatz. Zu den weiteren von den Befragten genannten technologischen Ansätzen zählen Spalten-orientierte Datenbanken, Software Caching, verteilte Architekturen, Dokumenten-orientierte Datenbanken, paralleles Processing und weitere Lösungen. Dies zeigt deutlich die Dimensionen von Big Data, die sich über die Infrastruktur, das Datenmanagement und Analysetools bis hin zur Präsentationsebene erstreckt. Technologie bedeutet in diesem Zusammenhang Hardware und Software sowie die damit verbundenen Services.

Datenorganisation ist essentiell

Wie die Befragung zeigt, sehen die Unternehmen aber zahlreiche Hürden bei der Nutzung von Big-Data-Technologie gegenüber: 34 Prozent der Befragten bemängeln eine unzureichende Skalierbarkeit der vorhandenen IT-Infrastruktur, 33 Prozent sehen Performanceprobleme der Netze. Weitere 29 Prozent sind der Ansicht, dass Big Data-Technologie noch nicht vollständig verstanden worden ist. Zudem haben die Unternehmen erkannt, dass Datenkonsolisierung eine permanente Aufgabe ist und dass sie die Speicherung und den Zugriff auf strukturierte und unstrukturierte Daten verbessern müssen. Organisationen, die hier im Status Quo verharren, werden sich schwer tun, ihr Datenhandling von der Datenerzeugung bis zur Umsetzung in einen geschäftlichen Mehrwert sicher zu beherrschen.

Big Data verspricht viel Potenzial

Die befragten Organisationen versprechen sich aus der Nutzung von Big Data-Technologien an erster Stelle eine Kostenoptimierung (45 Prozent). Das bedeutet nichts anderes, dass die datenrelevanten Prozesse kostengünstiger werden müssen. Das weitere Potenzial ist klar auf einen Businessnutzen ausgerichtet; zum einen schnellere Informationsgewinnung (42 Prozent) sowie ein besseres Informationsmanagement (36 Prozent), eine bessere Steuerung des Unternehmens (33 Prozent) und die Verfügbarkeit von detailierteren Informationen als bisher (33 Prozent). Dies bestätigen auch die weiteren Aspekte, denn die Daten sollen ein effizienteres Geschäft ermöglichen und neue Geschäftspotenziale erschließen helfen. Das ist an sich nicht neu. Aber das Mehr an Daten und neue beziehungsweise massenkompatible Technologien bieten neue Chancen.

Unternehmen sehen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Der Wert von Big Data-Initativen lässt sich letztendlich nur im konkreten Business Case fassen. IDC beobachtet eine rasch wachsende Zahl von Anwendungsfällen, die durch die Aussagen der Befragungsteilnehmer untermauert werden. Zu den am häufigsten genannten Einsatzszenarien zählen Controlling, Finanzplanung und Budgetierung, Preisoptimierung, Kundenrentabilität und Kundenverhalten, Vertriebssteuerung, Maschinenauslastung, Betrugserkennung, Wettbewerberanalysen und Simulationen. Aber auch zur Verbesserung der eigenen IT kommt Big Data-Technologie zur Anwendung, beispielsweise zur Messung und Optimierung von IT Traffic, zur besseren Auslastung von ICT-Infrastruktur oder zum effizienteren Betrieb von Webanwendungen. Somit können sowohl das Business als auch die IT von Big Data-Lösungen profitieren.

Fazit

Big Data zählt wie Cloud Computing, Mobility und Social Media zu den universellen Fragestellungen, die die IT-Entwicklung derzeit prägen und in den nächsten Jahren bestimmen werden. Sie beeinflussen alle Bereiche der betrieblichen Informationstechnologie. Big Data stellt insbesondere deswegen eine große Herausforderung an die Unternehmen, da sie gezwungen sind aktiv zu werden, um dem Datenwachstum, der Datenvielfalt und den verschiedenen Datenquellen entgegenzutreten und geschäftlichen Nutzen daraus zu generieren. Viele Firmen stehen noch am Anfang. Die Schwierigkeit dürfte vielfach darin bestehen, einen ersten Schritt zu gehen und zugleich strategischen Überlegungen zu folgen. Nur ein langfristiger und ganzheitlicher Ansatz führt zum Erfolg. Daten werden mehr und mehr zum Produktionsfaktor, darüber besteht kein Zweifel. Big Business dank Big Data? Für viele Organisation ist das noch lange nicht Realität. Unternehmen sollten sich der Herausforderung Big Data aber jetzt stellen. Um so eher werden Erfolge sichtbar sein.

Eine Zusammenfassung der aktuellen Studie erhalten Anwenderunternehmen kostenfrei unter: http://www.idc.de/consulting/mc_bigdata2012_reg.jsp.

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