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Windows und Linux zu Gast im interoperablen Rechenzentrum Update – Sun gibt Termine seiner Virtualisierungsplattform xVM auf Xen-Basis bekannt

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Unter dem Namen xVM hat Sun eine eigene Virtualisierungsplattform angekündigt. Die kostenfreie Open-Source-Lösung beinhaltet den xVM Server, einen Xen-basierenden Hypervisor. Dieser wird um das Management-Tool xVM Ops Center ergänzt. Das Produkt läuft auf Systemen mit x64- und Sparc-Prozessoren.

Bei ihrer Virtualisierungsplattform xVM greift Sun Microsystems auf den Code der Xen-Community zurück.
Bei ihrer Virtualisierungsplattform xVM greift Sun Microsystems auf den Code der Xen-Community zurück.
( Archiv: Vogel Business Media )

Beinahe zeitgleich haben Sun und Oracle ihre Virtualisierungslösungen auf Basis des freien HypervisorsXen vorgestellt. Reiner Zufall, wie es von Sun heißt. Die Produkte sind nicht identisch, sondern unterscheiden sich in der Kontrollinstanz: Während die Oracle-Lösung auf Red Hat Linux setzt, arbeitet Sun xVM mit Solaris.

Sun hat sich beim Open-Source-Projekt Xen bedient, um den eigenen xVM-Server zu entwickeln. Solaris-Nutzer könen den hardwarenahen Hypervisor nutzen und dabei auch auf die im Betriebssystem integrierten Funktionen zugreifen. Exemplarisch nennt Sun das selbst entwickelte Meta-Dateisystem ZFS sowie die Reparatur- und Diagnosefunktionen „Predictive Self-Healing“.

Management virtueller und physischer Komponenten

Zweites Standbein der Lösung ist das xVM Ops Center. Die universale Managementkonsole soll sowohl virtuelle als auch physische Komponenten der IT-Umgebung überwachen und steuern.

Sun positioniert xVM als Lösung für interoperable Rechenzentren. Das Produkt läuft auf x64- und Sparc-Prozessoren. Zu den unterstützten Gastsystemen gehören selbstredend MS-Windows und diverse Linux-Distributionen.

Unter anderem unterstützen AMD, Intel und MySQL die Virtualisierungsstrategie von Sun. Laut Hersteller ist das xVM Ops Center ab Anfang Dezember 2007 verfügbar. Unterstützung versucht man zudem bei Open-Source-Entwicklern zu finden und hat in diesem Zusammenhang die Online-Community www.openxvm.org gestartet. Sun verspricht im Gegenzug, den Quellcode zu xVM Ops Center unter der General Public License v3 freizugeben.

Roadmap

Seit dem 10.Dezember ist bereits der Quellcode für den Common-Agent-Container verfügbar. Die erste kommerzielle Variante des Ops Centers soll ab 8. Januar ausgeliefert werden, gefolgt vom xVM Hypervisor in der ersten Jahreshälfte 2008.

Eine Distribution von Sun xVM Ops Center will der Hersteller kostenlos zum Download freigeben. Die Preise für kostenpflichtige Abonnements mit Support sollen zwischen 100 und 350 US-Dollar liegen. Ein solches Abo für einen Satelliten-Server beinhaltet die Installation des Systems vor Ort mit Inhouse-Schulung und schlägt mit 10.000 US-Dollar zu Buche.

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(ID:2009134)