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Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Providers Verio gibt zehn Tipps für ein sicheres Online-Backup

| Redakteur: Nico Litzel

Online-Datensicherung mithilfe eines Dienstleisters verspricht Einsparungen bei den Hard- und Softwarekosten und reduziert darüber hinaus den Verwaltungsaufwand. Doch worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl eines geeigneten Providers achten? Web-Hosting-Experte Verio hat in zehn Tipps wichtige Kriterien zusammengestellt.

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Worauf ist bei der Wahl eines Online-Backup-Providers zu achten? Verio gibt zehn Tipps.
Worauf ist bei der Wahl eines Online-Backup-Providers zu achten? Verio gibt zehn Tipps.
( Archiv: Vogel Business Media )

Backup-Outsourcing, Datensicherung mithilfe eines externen Dienstleisters, ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen eine interessante Alternative zu klassischen Methoden wie Datensicherung auf auf Band oder DVD.

„Online-Backup bei einem etablierten Anbieter bietet für Freiberufler und kleine Firmen einen kostengünstigen und effizienten Schutz vor Datenverlust. Die Datensicherung kann dabei ohne jegliche Betriebsunterbrechung oder manuellen Arbeitsaufwand des Anwenders automatisch erfolgen. Fehlbedienungen oder vergessene Wechsel von Sicherungsbändern gehören damit der Vergangenheit an”, fasst Holger Gerlach, SME Director Sales and Marketing bei Verio, zusammen.

Allerdings tummeln sich einige Anbieter auf dem Markt und das Angebot ist unübersichtlich. Verio empfiehlt daher, auf folgende Punkte zu achten:

  • 1. Provider: Welche Erfahrungen kann der Dienstleister im Bereich Online-Backup vorweisen? Nur bei der Wahl eines Partners mit langjähriger Erfahrung kann der Anwender sicher sein, dass seine Daten umfassend geschützt sind. Daneben sollten Unternehmen auf die Größe des Dienstleisters und – sofern möglich – auf dessen finanzielle Stabilität achten.
  • 2. Datenschutz: Speichert der Dienstleister die Daten seiner Kunden in einem Rechenzentrum in Deutschland oder im Ausland? In den USA oder in Großbritannien ist beispielsweise der Zugriff von staatlichen Stellen auf private Daten nicht so strikt geregelt wie hierzulande.
  • 3. Funktionsweise der Backup-Lösung und Restores: Anwender sollten darauf achten, dass es sich um einen vollautomatischen Service handelt. Anhand von frei wählbaren Backup-Zeitplänen sollten Kunden die Datensicherung und -übertragung in das Rechenzentrum des Dienstleisters automatisch starten können. Ebenso wichtig wie das Backup ist eine einfache und schnelle Datenwiederherstellung. Anwender sollten ihre beim Provider gespeicherten Daten per Client-Software oder Browser binnen Minuten zurückspielen können. Hier sollten keine Zusatzkosten anfallen.
  • 4. Bedienung: Die eingesetzte Software muss für Anwender leicht einzurichten und zu verwalten sein. Auch Freiberufler oder kleine Unternehmen, die über wenig IT-Kenntnisse verfügen, müssen die Lösung ohne externen Support bedienen können.
  • 5. Funktionsumfang: Online-Backup-Services sollten zwei wichtige Funktionen unterstützen: inkrementelle Backups, bei denen nur geänderte Teile einer Datei neu übertragen und gesichert werden, und die Möglichkeit, auch geöffnete Dateien zu sichern – beispielsweise E-Mails.
  • 6. Ausstattung des Rechenzentrums: Will man Daten zuverlässig schützen, so ist ein modernes Hochsicherheits-Rechenzentrum unabdingbar, in dem Daten vor Diebstahl, Feuer oder Wasserschäden bewahrt werden. Folgende Punkte sollten angesprochen werden: Ist das Rechenzentrum des Providers mit einer redundanten, unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgestattet? Sind Brandschutztüren vorhanden? Wird die Luftfeuchte kontrolliert? Gibt es eine mehrstufige Zugangskontrolle und ein Monitoring rund um die Uhr? Steht zur Datensicherung ein internes Backup-System zur Verfügung? Werden die Datenbestände täglich automatisch auf ihre Integrität überprüft?
  • 7. Sicherheit: Daten sollten auf jeden Fall bereits vor der Übertragung verschlüsselt und anschließend über eine SSL-Verbindung in das Rechenzentrum des Dienstleisters überspielt werden. Dabei sollten Verschlüsselungsmethoden wie Triple-DES oder AES zum Einsatz kommen und darauf geachtet werden, dass nur der Kunde seine Daten mit seinem persönlichen Passwort wieder entschlüsseln kann.
  • 8. Berichtswesen: Im Idealfall erhält der Anwender unmittelbar nach jedem Backup einen Bericht vom Provider per Mail. Nur so kann ein Backup erneut durchgeführt werden, sollte es zu Problemen gekommen sein.
  • 9. Service und Support: Werden Anfragen binnen weniger Stunden beantwortet – oder zumindest innerhalb eines Werktages? Ist der Dienstleister über mehrere Kommunikationskanäle wie Telefon, Fax und E-Mail erreichbar?
  • 10. Preis: Nicht zuletzt ist der Preis entscheidend, wobei das Leistungsspektrum des Angebotes genau analysiert werden muss – beispielsweise im Hinblick auf die enthaltenen Service- und Support-Leistungen. Welches Abrechnungsmodell setzt der Dienstleister ein? Werden beispielsweise übertragene Daten in Rechnung gestellt? Gibt es Preisnachlässe ab einem bestimmten Sicherungsvolumen?

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