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Datenanalysen auf neuem Niveau Verknüpfung von BI und Big Data

| Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Rainer Graefen

Business-Intelligence-Systeme sind in vielen Unternehmen produktiv im Einsatz. Zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten bieten Big-Data-Anwendungen. Der kombinierte Einsatz in Unternehmen ist noch die Ausnahme, das ungenutzte Potenzial aber immens.

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Consol verweist auf das Potenzial, das BI im Zusammenspiel mit Big Data bieten kann.
Consol verweist auf das Potenzial, das BI im Zusammenspiel mit Big Data bieten kann.
(Bild: Consol)

Mit Business-Intelligence-(BI)-Lösungen, die eine systematische Auswertung von Daten unterstützen, können Unternehmen laut IT-Dienstleister Consol wichtige Erkenntnisse für die Optimierung ihrer Geschäftsprozesse gewinnen.

Die Datenanalysen helfen zum Beispiel, Kosten zu senken, Risiken zu minimieren, zusätzliche Marktpotenziale schneller zu erschließen oder Trends zu antizipieren. Viele Unternehmen setzen BI-Lösungen seit Jahren erfolgreich ein.

Herkömmlicher Ansatz

Herkömmliche BI-Systeme basieren auf einem zentralen Datenspeicher (Data Warehouse), der mit historischen Daten befüllt wird. Die Daten werden dabei aus unterschiedlichen Quellen in einem ETL-Prozess (Extract, Transform, Load) extrahiert, transformiert und abgelegt.

BI-Lösungen setzen auf relationalen Datenbanken und strukturierten, konsistenten Daten auf. Nicht geeignet sind sie allerdings für die Analyse von semi- und unstrukturierten Daten, etwa E-Mails, Inhalte aus sozialen Netzwerken, Audio- und Videodateien, Maschinendaten oder Sensordaten.

BI mit Big Data

Inzwischen gibt es aber neue Technologien für die Analyse dieser Daten, die Unternehmen viele weitere Auswertungsmöglichkeiten eröffnen – Stichwort Big Data.

Mit Big-Data-Lösungen, die auf NoSQL-Datenbanken, In-Memory-Computing oder dem Hadoop-Framework basieren, können auch größte, unstrukturierte Datenvolumina effizient bewältigt werden – sowohl im Hinblick auf die steigende Datenmenge und -vielfalt als auch hinsichtlich der erforderlichen Abfragegeschwindigkeit.

Henning von Kielpinski, Leiter Business Development bei Consol in München
Henning von Kielpinski, Leiter Business Development bei Consol in München
(Bild: Consol)

"Der Trend zur Realisierung hybrider BI- und Big-Data-Architekturen ist klar erkennbar. Allerdings ist es immer noch die absolute Ausnahme, dass BI-Visualierungstools mit Realtime-Daten und -Auswertungen aus Big-Data-Anwendungen befüllt werden", erklärt Henning von Kielpinski, Leiter Business Development bei Consol in München. "Unternehmen geht damit allerdings viel Potenzial verloren, denn die effiziente Verarbeitung zusätzlicher Datenquellen kann durchaus zu einer verbesserten Unternehmenssteuerung oder einer Erschließung neuer Geschäftsfelder beitragen."

Kein leichter Aufbau einer kombinierten BI- und Big-Data-Umgebung

Unter technischen Gesichtspunkten sei der Aufbau einer kombinierten BI- und Big-Data-Umgebung keine einfache Aufgabe und immer nur kundenspezifisch realisierbar. Dabei sollte ein Best-of-Breed-Ansatz gewählt werden – eine Lösung, die eine vollständig integrierte BI- und Big-Data-Funktionalität bietet, ist derzeit nicht auf dem Markt verfügbar. Jede technische Umsetzung muss sich dabei an den konkreten Unternehmensanforderungen orientieren. Ausgangspunkt sollte immer eine Potenzialanalyse sein, in der zu ermitteln ist, aus welchen ungenutzten Daten überhaupt ein Geschäftsnutzen zu ziehen ist und in welcher Granularität und Aktualität sie zu analysieren sind, erklärt Consol.

"Auch wenn die BI- und Big-Data-Verknüpfung nicht ohne technischen Aufwand möglich und mit Prozessveränderungen verbunden ist, sollte sich jedes Unternehmen frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen. Daten sind die neue Währung in Zeiten der allgemeinen Digitalisierung und an einer Auswertung möglichst aller verfügbaren Informationen, soweit sie für das Business relevant sind, wird künftig für kaum ein Unternehmen ein Weg vorbeiführen. Nur so wird es sich auf lange Sicht gesehen im Wettbewerb behaupten können", konstatiert von Kielpinski.

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