Der richtige Fahrplan für die Private Cloud

Virtualisierung stellt das IT-Management vor neue Herausforderungen

22.10.2010 | Autor / Redakteur: Marc-Philipp Kost / Andreas Donner

Der Fahrplan zur privaten Cloud führt über verschiedene Stadien und muss genau geplant werden
Der Fahrplan zur privaten Cloud führt über verschiedene Stadien und muss genau geplant werden

Cloud Computing ist inzwischen einer der wichtigsten IT-Trends. Mit Hilfe des Cloud-Modells kann prinzipiell jeder IT-Infrastrukturdienst als On-Demand-Service bereitgestellt werden. Doch nicht jedes Angebot ist gleichermaßen für den Einsatz im Geschäftsalltag geeignet.

Public Clouds, die Rechen- und Speicherkapazität, Anwendungen und Services nach Bedarf über das Internet bereit stellen, locken mit attraktiven Preisen. Doch die Risiken im Zusammenhang mit der Informationssicherheit und Systemzuverlässigkeit halten etablierte Unternehmen davon ab, ihre geschäftskritischen Systeme in der Cloud auszuführen.

Für den Business-Einsatz liefern eigene oder Private Clouds den passenderen und sicheren Ansatz: die Organisation von Ressourcen und die Bereitstellung von Services spielt sich innerhalb der Firewall und der Sicherheitsinfrastruktur des Unternehmens ab. Vollständig virtualisierte IT-Umgebungen sind in der privaten Wolke über abgesicherte Netzwerkleitungen miteinander verbunden. Im Unterschied zu vielen öffentlichen Wolken erfüllen private Clouds zusätzlich definierte Qualitätskriterien hinsichtlich Performance und Verfügbarkeit. Der Aufbau mehrschichtiger Unified Storagepools, ein einheitliches IT-Management und ein hoher Grad an Interoperabilität der Infrastrukturbausteine sind allerdings wichtige Stationen auf der Reise zu effizientem Cloud Computing.

Prioritäten für die Virtualisierung

Der Fahrplan zur privaten Cloud führt über verschiedene Stadien der Server-, Speicher- und Netzwerk-Virtualisierung. Den Anfang machen meist Testsysteme oder File Services in unkritischen Infrastruktursegmenten. Geschäftskritische Server, etwa mit Oracle-Datenbanken, Microsoft- oder SAP-Applikationen, folgen dann erst in einem zweiten Schritt.

Spürbare Kosten- und Effizienzeffekte stellen sich bereits ab einem Virtualisierungsgrad von 15 bis 30 Prozent ein und verbessern die Skalierbarkeit merklich. Sobald sich der Virtualisierungsgrad der 100-Prozent-Marke nähert, beginnt der dritte und letzte Abschnitt der Reise, nämlich die Einführung weitgehend automatisierter Betriebs- und On-Demand-Bereitstellungsmodelle.

Virtuelle Server samt zugehöriger Netzwerk- und Speicheranbindung lassen sich als virtueller Container aus der privaten Cloud zum Beispiel in die mandantenfähige Service-Umgebung eines Providers verschieben, um temporäre Lastspitzen abzufangen. Mindestens ebenso wichtig wie die daraus resultierende Kosteneinsparung ist die gewonnene Flexibilität, mit der die IT auf neue Geschäftsanforderungen reagieren kann.

weiter mit: Virtueller Speicher verwaltet Informationsklassen

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