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Symantec Disaster Recovery Report 2010 Virtualisierung und Cloud Computing erschweren Backup und Recovery

Redakteur: Nico Litzel

Virtualisierung und Cloud Computing haben eine Schattenseite. Laut dem „Disaster Recovery Report 2010“ von Symantec erschweren es beide Ansätze den Unternehmen, ihre geschäftskritischen Applikationen und Daten zu sichern.

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Laut Symantecs Disaster Recovery Report 2010 haben 64 Prozent der befragten deutschen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Ausfallzeiten aufgrund von Cyberattacken verzeichnet.
Laut Symantecs Disaster Recovery Report 2010 haben 64 Prozent der befragten deutschen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Ausfallzeiten aufgrund von Cyberattacken verzeichnet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Fast die Hälfte (44 Prozent) der Daten auf virtuellen Systemen werden nur unregelmäßig gesichert, so die Bilanz des „Disaster Recovery Reports 2010“ von Symantec. Weltweit haben sich 1.700 IT-Leiter größerer Unternehmen an der Umfrage beteiligt, 100 davon aus Deutschland.

Weiteres Ergebnis der Studie: Nur 20 Prozent der befragten IT-Leiter schützen virtuelle Plattformen zusätzlich mit Failover-Mechanismen und Replizierung. 60 Prozent der virtualisierten Systeme werden derzeit in Notfallplänen gar nicht berücksichtigt, 2009 nur waren es 45 Prozent.

Bereits rund die Hälfte der befragten Unternehmen betreibt geschäftskritische Anwendungen in der Cloud. Die größte Herausforderung bei der Auslagerung in die Cloud ist für 47 Prozent der deutschen Studienteilnehmer die Sicherheit. International betrachtet ist der Sicherheitsaspekt sogar für zwei Drittel der IT-Leiter das drängendste Problem.

Auch bei der Hochverfügbarkeit kommen Zweifel auf. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen bei Cloud-Diensten schwer falle, Failover-Prozesse zu kontrollieren und Ressourcen hochverfügbar zu halten. Wenn die IT-Leiter Anwendungen und Daten in virtuellen Umgebungen schützen müssen, so sagen 60 Prozent, dass hierbei die Verwendung unterschiedlicher Tools das größte Hindernis darstelle.

Tägliche Backups sind die Ausnahme

Die Studie fördert auch zutage, dass regelmäßige Backups weltweit in vielen Unternehmen noch nicht an der Tagesordnung sind. 82 Prozent der befragten IT-Leiter sichern Daten nur wöchentlich oder in noch größeren Intervallen. Deutsche Unternehmen sind hier etwas vorsichtiger: 28 Prozent der Befragten erstellen täglich ein Backup und nur 72 Prozent wöchentlich oder noch seltener.

Begrenzte Ressourcen, fehlende Speicherkapazität und die unvollständige Einführung effizienter Schutzmethoden sind laut Studie die Hauptfaktoren, die eine schnelle Sicherung von virtuellen Umgebungen behindern. So sind Personalknappheit, begrenzte Budgets und der verfügbare Raum für 59 Prozent der weltweit befragten IT-Leiter die größten Herausforderungen bei der Sicherung virtueller Maschinen. Deutsche Teilnehmer (39 Prozent) beanstanden hingegen in erster Linie unzureichende Hard- und Software.

Cyberattacken sind die Hauptursache für Ausfälle

Cyberattacken, System-Upgrades und Datenlecks zählen laut Symantecs Disaster Recovery Report 2010 zu den Hauptursachen für Systemausfälle in Deutschland. So haben 64 Prozent der deutschen Studienteilnehmer im vergangenen Jahr einen Ausfall aufgrund von Cyberattacken verzeichnet – ein Prozent mehr als im internationalen Vergleich. Externe Angriffe verursachten auch die längsten Ausfallzeiten. 60 Prozent der deutschen Teilnehmer gaben darüber hinaus Unterbrechungen aufgrund von System-Upgrades an. Stromausfälle fielen bei 56 Prozent der Unternehmen ins Gewicht.

Symantecs Studie zeigt ebenfalls auf, dass die tatsächliche Zeitspanne, die IT-Leiter für die Wiederherstellung eines Systems brauchen, rund doppelt so lange ist, wie die Befragten vermuten. So gaben die Studienteilnehmer an, dass sie im Falle eines schweren Störfalles, der das Hauptrechenzentrum außer Betrieb setzt, eine Ausfallzeit von zwei Stunden bis zur erneuten Inbetriebnahme ihrer Systeme erwarten. Die tatsächliche mittlere Ausfallzeit habe in den vergangenen zwölf Monaten jedoch bei fünf Stunden gelegen.

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