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Virtualization | Virtualisation | Virtualisierung

| Redakteur: Gerald Viola

Unter Virtualisierung versteht man die Erstellung einer virtuellen statt physikalischen Version beispielsweise eines Betriebssystems, eines Servers, eines Speichergeräts oder einer

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Unter Virtualisierung versteht man die Erstellung einer virtuellen statt physikalischen Version beispielsweise eines Betriebssystems, eines Servers, eines Speichergeräts oder einer Netzwerk-Ressource.

Sie verstehen wahrscheinlich schon etwas von der Virtualisierung, wenn Sie die Festplatte Ihres Computers in verschiedene Partitionen aufgeteilt haben. Eine Partition ist die logische Einteilung eines Festplattenlaufwerks, um nach Außen hin zwei eigenständige Festplatten zu haben.

Unter Betriebssystem-Virtualisierung versteht man den Einsatz einer Software, sodass eine Hardware mehrere Betriebssystem-Images gleichzeitig ausführen kann. Diese Technologie wurde in der Mainframe-Welt bereits vor Jahrzehnten eingeführt; sie gab Administratoren die Möglichkeit, die Verschwendung teurer Verarbeitungskapazität zu vermeiden.

Seit 2005 erlebt die Virtualisierungssoftware für x86-Rechner einen Boom. Es gibt drei IT-Bereiche, in denen sich die Virtualisierung durchsetzt: Netzwerk-, Speicher- und Server-Virtualisierung:

  • Die Netzwerkvirtualisierung ist eine Methode, um die verfügbaren Ressourcen eines Netzwerks zu kombinieren, indem man die verfügbare Bandbreite in mehrere unabhängige Kanäle aufteilt, von denen jeder einem bestimmten Server oder einem Gerät in Echtzeit zugewiesen (oder neu zugewiesen) werden kann. Virtualisierung verbirgt damit die wahre Komplexität des Netzwerks, indem sie das Netzwerk in leicht zu verwaltende Einheiten aufteilt; genauso wie eine partitionierte Festplatte die Verwaltung der Dateien vereinfacht.
  • Unter Speichervirtualisierung versteht man Zusammenlegen physikalischen Speichers aus mehreren Speichersystemen im Netzwerk, um dann scheinbar eine einzige von einer Zentralkonsole aus gesteuerte Speichereinrichtung zu ergeben. Die Speichervirtualisierung wird häufig im Storage Area Network (SAN) verwendet.
  • Bei der Servervirtualisierung geht es darum, Serverressourcen, darunter die Anzahl und Identität physikalischer Server, Prozessoren und Betriebssystemen vor dem Serveruser zu verbergen. Es ist damit für den Administrotor nicht mehr nötig, die komplexen Einzelheiten der Server-Ressource zu verstehen und zu verwalten; gleichzeitig wird die gemeinsame Nutzung von Ressourcen vereinfacht und erweitert sowie die Möglichkeit einer späteren Erweiterung aufrecht erhalten.

Die Virtualisierung kann man als Teil eines allgemeinen Trends in der Unternehmens-IT begreifen, die auch autonomes Computing umfasst. Damit wird ein Szenario beschrieben, in dem die IT-Umgebung in der Lage ist, sich selbst auf der Basis der wahrgenommenen Aktivität zu verwalten. Sie ist auch Grundlage des sogenanten Utility-Computing, bei dem der Kunde nur für die Leistung zahlt, die er benutzt hat. Das Ziel der Virtualisierung ist die Konzentrierung der Verwaltungsaufgaben bei gleichzeitiger Verbesserung der Skalierbarkeit und der Arbeitslast.

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