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Kommentar zu Trends bei der Netzwerkkonvergenz Virtuelle Serverlösungen benötigen flexible Speicherbandbreiten

Autor / Redakteur: Jürgen Kirchmann, Regional Director DACH bei Extreme Networks / Rainer Graefen

In den letzten 30 Jahren hielt sich Ethernet konstant an der Spitze, wenn es um eine Lösung für Firmennetzwerke ging. Ethernet begann zunächst als Netzwerktechnologie für den gemeinsamen Medienzugriff und entwickelte sich dann zu einer skalierbaren Lösung für Kommunikation und Datenverkehr in den Netzwerken von Unternehmen und Service-Providern.

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Jürgen Kirchmann, Regional Director DACH bei Extreme Networks.
Jürgen Kirchmann, Regional Director DACH bei Extreme Networks.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Zeit passte sich Ethernet an die veränderten Rechen- und Unternehmensumgebungen an und steigerte seine Übertragungsraten von 10 Megabit pro Sekunde auf 100 Megabit pro Sekunde, 1000 Megabit pro Sekunde und schließlich – heutiger Stand – auf 10 Gigabit pro Sekunde. Inzwischen erreicht Ethernet eine sehr hohe Dienstgüte (Quality of Service, QoS), weist eine geringe Latenz sowie eine hohe Belastbarkeit auf und ist – wie herkömmliche Telefonleitungen – sehr zuverlässig.

Ethernet bildet heute das Herzstück der Kommunikation, so auch seit kurzem für Wireless Mobility. Neue Anwendungen, darunter VoIP, Video und mobile LAN-Verbindungen, führen zu immer höheren Performance-Leveln und neueren Entwicklungen. Die meisten Netzwerke unterstützen zwar auch verschiedene Arten von Daten (zum Beispiel Sprache und Video parallel), die Netzwerke der Zukunft müssen jedoch noch mehr können und beispielsweise Ethernet-basiertes Storage unterstützen.

Ethernet im Storage-Bereich

Aufgrund von Faktoren wie Übertragungsgeschwindigkeit und Kosten ist Storage für Ethernet zum nächsten großen Meilenstein geworden. Dass die 10-Gigabit-Ethernet-Technologie in den Rechenzentren von heute Einzug gehalten hat, ist dem 10-Gigabit-Port und der Konzentration komplementärer Technologien zu verdanken, die exponentiell höhere Bandbreiten erfordern, um die notwendige Performance zu erreichen.

Zu diesen komplementären Technologien zählen Multi-Core- und Multi-Threaded-Prozessoren, Infrastrukturvirtualisierung, Speicheroptimierung und Clustering-Lösungen.

Warum sind 10 Gigabit optimal? Moderne Serversysteme umfassen zahlreiche Verarbeitungskerne, die mehrere Ausführungs-Threads mit hoher Speicherleistung sowie E/A-Busse unterstützen, die alle auf einem einzigen integrierten Schaltkreis bei Taktgeschwindigkeiten im Gigahertz-Bereich liegen. Diese Mehrkern-CPUs erfordern eine sehr viel höhere Netzwerkbandbreite, um effizient arbeiten zu können. Nicht zu vergessen ist die höhere Serverdichte, die heute durch als Blades und in Racks montierte Server erreicht werden kann, aber dafür auch eine höchst leistungsfähige und verfügbare Netzwerkanbindung über 10-Gigabit-Ethernet-Serveradapter der nächsten Generation erfordert.

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