Scale-Out-Daten und die Folgen Von Datenbanken zu Cloud-nativen Daten

Autor / Redakteur: Karsten Stöhr / Lea Täufer

Hybrid-Cloud- und Multi-Cloud-Strategien erfordern ein flexibles Datenmanagement, welches Daten über mehrere Plattformen und Standorte hinweg zur Verfügung stellen kann.

Der Trend geht zu Hybrid- und Multi-Cloud-Speichern – das Datenmanagement muss flexibler werden.
Der Trend geht zu Hybrid- und Multi-Cloud-Speichern – das Datenmanagement muss flexibler werden.
(Bild: pixabay)

Für IoT-Anwendungen sind die kontinuierliche Erfassung, Bereitstellung und Auswertung der Daten in häufig verteilten Umgebungen von enormer Bedeutung. In der Dekade der 2020er-Jahre wird Scale-Out-Data ein großes Thema sein, also die horizontale Skalierbarkeit der Daten – und zwar plattformübergreifend und geografisch verteilt.

In der vergangenen Dekade haben wir Scale-Out-Netzwerke und Scale-Out-Rechenleistung bekommen, jetzt werden Scale-Out-Daten folgen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Cloud-native Daten. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihre Daten überall nutzen, wo immer Sie sie brauchen. Wie wäre es, wenn wir Daten als einen Bearbeitungsauftrag betrachten könnten, der gut verwaltet und an beliebige Stellen in der Welt geleitet werden kann – einfach die Dinge tut, die wir brauchen?

Horizontale Skalierbarkeit und integrierte Replikation ermöglichen den Aufbau verteilter Datenbanken, sodass man von mehreren Standorten simultan auf dieselben Daten zugreifen kann. Das können geografisch verteilte Standorte sein oder Applikationen und Services auf verschiedenen Plattformen. Das Wichtige: Der Informationsstand ist für alle Benutzer identisch. Er kann zudem beliebig oft kopiert werden, um neue Analysemodelle aufzusetzen. Das erlaubt die Analyse großer Datenmengen in komplexen, verteilten Umgebungen. Unternehmen können mit diesen Ergebnissen Nutzungsmuster leichter erkennen oder Schwachstellen in angeschlossenen Geräten identifizieren – was letztlich zur Entwicklung verbesserter vernetzter Produkte beiträgt.

Hybrid Database as a Service

Die Konfiguration und Administration einer verteilten Datenbank erfordert spezielle Kenntnisse, welche typischerweise nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehören, das Internet of Things nutzen möchte. Daher geht der Trend zu Managed Services in der Cloud. So können Sie sich auf die Nutzung der Daten konzentrieren und die Konfiguration und fortwährende Optimierung Ihrer Datenplattform Experten überlassen, deren Kenntnisse aus der Verwaltung vieler verteilter Datenbanken von vielen Unternehmen resultieren – ein Erfahrungsschatz, den Sie allein mit Ihrer Datenbank nie erreichen können.

Während der Appetit für Datenmanagement-as-a-Service-Lösungen wächst, entsteht das Bedürfnis nach plattformübergreifender Flexibilität.

Hybrid-Cloud-Strategien kombinieren Services der öffentlichen Clouds mit selbstverwalteten Systemen und Anwendungen. Multi-Cloud-Strategien verbinden den Einsatz von Services von zwei oder mehr Cloud-Anbietern für bestimmte Aufgabenstellungen. Beide Strategien werden erheblich wichtiger für Unternehmen, Hybrid-Cloud für die nahtlose und freizügige Ausführung und Multi-Cloud für die Wahlfreiheit.

Für Applikationen und Services stehen mit Containern und deren Orchestrierungstools wie Kubernetes entsprechende Werkzeuge für die wahlfreie Ausführung auf verschiedenen Plattformen und deren nahtlose Integration zur Verfügung. In der beginnenden Dekade werden gleichwertige Werkzeuge für das einfache Datenmanagement in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen folgen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal Industry of Things.

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