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Tipps von UIMC Vorsicht bei ausrangierten Datenträgern

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Ausgemusterte IT-Technik wandert häufig nicht einfach in den Elektroschrott, sondern wird noch weiterverkauft. Gerade bei Datenträgern besteht hier die Gefahr, dass sensible Unternehmensdaten in falsche Hände geraten.

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Alte Datenträger sollte man nicht unbedacht entsorgen oder weiterverkaufen.
Alte Datenträger sollte man nicht unbedacht entsorgen oder weiterverkaufen.
(Bild: Drago Gazdik / Pixabay / Pixabay )

Die Unternehmensberatung UIMC nennt einen Fall aus dem Frühjahr als Beispiel: Für 90 Euro verkaufte die Bundeswehr einen Laptop auf eBay. Das Gerät enthielt aber noch vertrauliche Daten – darunter auch eine Anleitung zur notfallmäßigen Zerstörung des Flugabwehrsystems Ozelot.

„Es zeigt sich, dass alle Unternehmen gefordert sind, wenn es um das Ausrangieren von PCs, Laptops oder anderer Hardware geht. Nur weil die Geräte betriebswirtschaftlich abgeschrieben sind, sind sie noch lange nicht wertlos“, so UIMC-Geschäftsführer Dr. Jörn Voßbein.

Daten gründlich entfernen

Der Datenschutzexperte rät, gebrauchte Rechner oder Notebooks entsprechend vorzubereiten. Dabei sieht der Fachmann drei Möglichkeiten, wie mit alter Hardware verfahren werden kann: Weiterbenutzen, Verkaufen oder Zerstören. Speziell vor einem Verkauf sollten einige Dinge beachtet werden. Im ersten Schritt gilt es, wichtige Daten zu sichern und auf ein neues Gerät zu übertragen. Danach sollten vorhandene Datenträger einer „Grundreinigung“ unterzogen werden. Dafür gibt es diverse Tools, die beispielsweise Festplatten durch mehrfaches Überschreiben sicher und unwiderruflich löschen. Somit werden mögliche Strafen, Image-Schäden und sonstige Folgen vermieden.

Auch bei Leasinggeräten ist Vorsicht angebracht: Auch große Drucker oder Multifunktionsgeräte haben häufig Datenspeicher verbaut, die der Kunde möglicherweise nicht selbst vor der Rückgabe löschen kann. Hier sollte mit dem Leasinggeber eine verlässliche Lösung gefunden werden – insbesondere, da die Geräte nach der Rückgabe häufig weitergenutzt werden.

„Bei besonders sensiblen Daten sollte man auch stets prüfen, ob es der kleine Erlös durch den Verkauf wert ist, ein solches Risiko einzugehen. Wir empfehlen die physikalische Zerstörung der Datenträger. Mancher Systemadministrator freut sich vielleicht auch über die Möglichkeit, an einer unschuldigen Festplatte seine Frustration abzubauen“, meint Voßbein augenzwinkernd.

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