Umfrage: Zehn Antworten von Riverbed zu Cloud Storage WAN-Optimierung gewährleistet einen schnellen Datenzugriff

Redakteur: Nico Litzel

Storage-Insider.de sprach mit Christian Lorentz, Product Marketing Manager bei Riverbed, über Speichern in der Cloud.

Firmen zum Thema

Christian Lorentz, Product Marketing Manager bei Riverbed
Christian Lorentz, Product Marketing Manager bei Riverbed
( Archiv: Vogel Business Media )

Weitere Umfrageergebnisse finden Sie hier: Umfrage 2010 zu Cloud Storage

Storage-Insider.de: In der IT-Welt wird aktuell viel über die Cloud und Cloud Storage geredet. Was bedeutet eigentlich Cloud? Warum reden wir an dieser Stelle nicht mehr übers Internet?

Lorentz: Ein schnelles und leistungsfähiges Internet ist die Vorraussetzung für Cloud Computing. Aber die Cloud-Technologie ist viel mehr: Sie ist eine neue Art, IT-Infrastruktur bereitzustellen. Unternehmen kaufen IT nicht mehr, sondern mieten die notwendigen Services.

Storage-Insider.de: Die Storage-Industrie macht einen Unterschied zwischen Private Cloud und Public Cloud. Warum ist der Zwischenschritt der „privaten Wolke“ notwendig?

Lorentz: Dieser Zwischenschritt ist nicht unbedingt notwendig, aber empfehlenswert. Mit der Einrichtung einer Private Cloud lassen sich erste Erfahrungen sammeln, bevor sich Unternehmen nach Services in Public Clouds umschauen. Bei der Umsetzung einer privaten Cloud können die Kunden besser abschätzen, welche Services und Infrastruktur sie selbst aufbauen und welche sie „aus der Wolke“ beziehen möchten.

Storage-Insider.de

Storage-Insider.de: In welcher Cloud-Sphäre ist ihr Unternehmen mit welchen Angeboten aktiv?

Lorentz: Riverbed vertreibt selbst keine Cloud Services, sondern ist ein Enabler für Cloud Services. Wir bieten heute verschiedene Lösungen rund um die Cloud an:

  • Die Steelhead Appliances und die Virtual Steelhead ermöglichen die Serverkonsolidierung von Zweigstellen in das unternehmenseigene Rechenzentrum. So können Kunden eine Private-Cloud-Infrastruktur aufbauen.
  • Die Cloud Steelhead beschleunigt Public-Cloud Umgebungen wie etwa Amazon EC2.
  • Whitewater ist eine spezielle Lösung für Cloud Storage. Das Produkt ermöglicht schnellere und sichere Backups sowie Archivierungen in den Public Clouds (wie Amazon S3, EMC Atmos). Damit lassen sich die Hauptprobleme von Storage-as-a-Service beseitigen

Weiter mit: Welche Fragen haben Kunden zu Cloud-Angeboten

Storage-Insider.de: Welchen Fragen werden Ihnen von Ihren Kunden zr Cloud-Angeboten gestellt?

Lorentz: Wie kann ich Performance-Verluste meiner Anwendungen in der Cloud vermeiden?

Werden alle Mitarbeiter an allen Standorten dieselbe Performance beim Zugriff auf die Anwendungen haben wie vor der Migration in die Cloud?

Storage-Insider.de: Cloud-Storage soll die Kosten der IT reduzieren. Verfügen Sie über Kostenkalkulationen und mit wie viel Prozent kann man rechnen?

Lorentz: Im Moment ist es noch zu früh, diesbezüglich eine Aussage zu machen. Unser Produkt Cloud-Storage-Beschleuniger ist erst seit Anfang Dezember verfügbar. Wir haben deshalb noch nicht ausreichend Feedback, um eine genaue Aussage treffen zu können.

Storage-Insider.de: Könnten die Kosten für den Transportweg und eventuell auch die Anforderung an die Quality of Services der Verbindung nicht einen Strich durch die positive Gesamtrechnung machen?

Lorentz: Genau daran arbeitet Riverbed. Riverbed bietet Cloud-Beschleunigung durch WAN-Optimierung. Dadurch wird sichergestellt, dass es keine Performance-Probleme in der Cloud gibt. Ein Upgrade der Brandbreite ist oft sehr teuer. Zudem ist QoS nicht immer in Public-Cloud-Infrastrukturen möglich. WAN-Optimierung ist deshalb eine gute Alternative, um einen schnellen Datenzugriff sicherzustellen. Die Technologie umfasst die Optimierungen auf TCP- und Applikationsebene und nutzt gleichzeitig Datendeduplizierung, um die Datenmenge im Netzwerk zu reduzieren.

Storage-Insider.de: Bekanntlich fällt es jedermann sehr schwer, Daten zu löschen. Ist es Ihrer Einschätzung nach künftig ein größeres Problem, virtuelle Maschinen auch wieder zu löschen?

Lorentz: Der Umgang mit alten Daten und virtuellen Maschinen ist sicher je nach Unternehmen und Branche unterschiedlich. Mit unserer Whitewater Appliance gibt es die Möglichkeit, virtuelle Maschinen kostengünstig, schnell und sicher in der Cloud zu archivieren und wiederherzustellen. Deduplizierung und Verschlüsselung mit AES 256 Bit sind die Technologien, die dabei benutzt werden. Die ersten Kunden, die diese Lösung getestet haben, konnten eine Verbesserung der Archivierungzeit um 30 Prozent gegenüber traditioneller Archivierung feststellen.

Storage-Insider.de: Bei VMware arbeitet man an einem Services-Katalog. Werden demnächst auch Privatanwender aus solchen Katalogen Services und Preise vergleichen können?

Lorentz: Riverbed bietet keine Services für Privatanwender.

(ID:2048987)