Kommentar von Peter Eicher, Senior Product Manager bei Syncsort Warum Datensicherung und -wiederherstellung überdenken?

Autor / Redakteur: Peter Eicher / Nico Litzel

Die Datensicherung ist entscheidend für jedes Unternehmen, nur schützen sich bislang viele Firmen in unzureichendem Maße. Sie laufen dadurch Gefahr, über den Verlust von relevanten Unternehmensdaten gravierende Umsatzverluste, Produktivitätseinbußen oder Schlimmeres zu erleiden.

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Peter Eicher, Senior Product Manager bei Syncsort
Peter Eicher, Senior Product Manager bei Syncsort
( Archiv: Vogel Business Media )

In den meisten Fällen mangelt es nicht an Vorkehrungen für die Datensicherung. So wurde meistens eine entsprechende Technologie-Lösung angeschafft, um einmal täglich – meistens über Nacht – ein Daten-Backup durchzuführen. Problematisch ist eher, dass die Strategien zur Datensicherung nicht immer reibungslos funktionieren beziehungsweise für den Schutz unternehmenskritischer Daten unzureichend sind.

Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Gründe. Zunächst sollte aber erwähnt werden, dass eine herkömmliche Backup-Infrastruktur – meistens ein dateibasiertes Backup auf Speicherbändern – grundsätzlich anfällig ist. Dafür gibt es zahlreiche Ursachen, wie das Festhalten an veralteter Technologie, das enorme Anwachsen der zu speichernden Datenmenge, schlecht geplante Abläufe oder fehlendes Personal.

30 Prozent Fehlerquote

Zudem sind die verwendeten Speicherbänder empfindlich und können leicht beschädigt und damit unbrauchbar gemacht werden. Das führt häufig zu fehlgeschlagenen Backups. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass etwa 30 Prozent der herkömmlichen Datensicherung auf Speicherbänder fehlschlagen – ein Wert, den viele Nutzer in dieser Höhe nicht erwarten. Doch welche Fehlerrate gilt eigentlich als zu hoch? Die Antwort ist einfach: Sogar ein Fehlschlag ist zu viel. Um eine höhere Zuverlässigkeit zu erreichen, sollten die Anwender dauerhaft auf festplattenbasierte Datensicherung umstellen. Speicherbänder können durchaus die letzte Station für die langfristige Datensicherung sein, aber ein festplattenbasiertes Backup ermöglicht nächtliche Sicherungskopien mit sehr viel weniger Ausfällen.

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Backups werden zu selten erstellt

Zweitens kann es zu Problemen kommen, wenn Backups nicht häufig genug durchgeführt wurden. Läuft die Datensicherung nur einmal pro Nacht, können Unternehmen die Informationen eines ganzen Tages verlieren. Handelt es sich um geschäftskritische Daten, wie beispielsweise in Verkaufsabrechnungssystemen, können die Auswirkungen verheerend sein. Um das zu vermeiden, sichern neue Backup-Technologien die Daten regelmäßiger. Dazu gehören unter anderem Snapshot-basierte Lösungen, die lange Zeit aufgrund ihrer hohen Kosten außerhalb der finanziellen Möglichkeiten vieler Unternehmen lagen, aber mittlerweile auch für kleinere IT-Budgets geeignet sind.

Knackpunkt Recovery

Der dritte Knackpunkt ist die Wiederherstellung von Daten. Selbst wenn Backups in einem Unternehmen zu 100 Prozent funktionieren, bleibt ein System solange außer Betrieb, bis alle Daten komplett wiederhergestellt sind. Der Grund ist, dass konventionelle Wiederherstellungssysteme alle Daten auf ein Zielträgermedium rückübertragen müssen. Dabei gelten die Gesetze der Physik, die den gesamten Prozess schnell auf Stunden anwachsen lassen. Selbst wenn Backup-Daten vorliegen, können die durch den langen Wiederherstellungsprozess bedingten Ausfallzeiten Umsatz- oder Produktivitätseinbußen nach sich ziehen. Neuere Snapshot-basierte Lösungen erlauben den Unternehmen, unverzüglich nach dem Snapshot auf die gesicherten Daten zuzugreifen. Die Dauer der Wiederherstellung wird so von Stunden auf Minuten reduziert.

Fazit

Datensicherung ist traditionell eine „klebrige“ Anwendung. Selbst wenn Nutzer unzufrieden mit den bestehenden Lösungen sind, halten sie häufig daran fest, weil sie überzeugt sind, dass andere Lösungen genauso ineffektiv sind. Diese Denkmuster können neue Snapshot-basierte Datensicherungssysteme aufbrechen. Aufgrund der aktuellen Marktdynamik und des technologischen Fortschritts ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Datensicherungsstrategien zu überdenken und neue Ansätze auszuprobieren. Die Anwender werden überrascht sein, was die neuen Lösungen zu bieten haben.

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