Kommentar von Joe Disher, Overland Storage

Was ein Speichersystem heute automatisch beherrschen sollte

| Autor / Redakteur: Joe Disher / Nico Litzel

Das folgende Diagramm zeigt, wie ein Storagepool mit unterschiedlichen oder einem einzelnen Speichertyp konfiguriert werden kann. Hier ist Tier 0 synonym mit SSD, Tier 1 mit SAS HDDs und Tier 2 mit Nearline SAS HDDs.
Das folgende Diagramm zeigt, wie ein Storagepool mit unterschiedlichen oder einem einzelnen Speichertyp konfiguriert werden kann. Hier ist Tier 0 synonym mit SSD, Tier 1 mit SAS HDDs und Tier 2 mit Nearline SAS HDDs. (Bild: Overland Storage)

In fast jedem Unternehmen wird Speicher immer wichtiger – und leider auch ein immer größerer Posten im IT-Budget. Wächst das Unternehmen, so nehmen auch die Datenmengen zu. Höhere Anforderungen an Administratoren und an die Speicherinfrastruktur erhöhen den Bedarf an effizienteren Systemen, die dynamisch sind und mit dem Speicherbedarf mitwachsen.

Wenn ein Unternehmen wächst, so ist es von zentraler Bedeutung, eine kurze Reaktionszeit von Applikationen und IT-Systemen zu erreichen. Darüber hinaus muss jedes Unternehmen irgendwann die Hürde nehmen, wachsende Datenmengen professionell zu verwalten. Mit Caching, Tiering und Tuning stehen Möglichkeiten bereit, die Ressourcen von SAS, Nearline-SAS und SSD-Speichern besser zu nutzen oder sinnvoll zu erweitern. Diese Verbesserungen erlauben es Administratoren, die Systemleistung intelligent und autonom zu maximieren, indem die Management-Funktionen mehrerer Speichertypen kombiniert werden.

Ob Caching, Tiering oder Tuning –all diese Techniken spielen eine Rolle beim Verbessern der Speicherinfrastruktur. Die Kombination der Techniken ist sehr leistungsfähig, obwohl auch die einzelnen Fähigkeiten für sich genommen schon nicht zu verachten sind. Unternehmen sollten auf diese Techniken zurückgreifen, um das Preis-Leistungs-Verhältnis ihres Speichers zu verbessern, die Verfügbarkeit von Daten zu erhöhen und ihre Daten zu sichern, während das Unternehmen weiter wächst.

Caching kann bis zu 800 Prozent mehr Performance bringen

Caching erlaubt den Controllern von Speichersystemen, Flash-Technik zu nutzen, um den On-Board-Cache zu erweitern, ebenso bekannt als Level 2 Cache. I/O-Anfragen werden normalerweise vom Primärcache versorgt, also dem Level 1 Cache. Ist die Rate der Anfragen jedoch zu groß, kann der Primärcache voll ausgelastet sein. Das Ziel des Cachings ist es, I/Os zu erhöhen, indem das Verhältnis zwischen gecachten und nicht gecachten Daten erhöht wird.

Das System identifiziert häufig abgerufene Daten, auch Hot Data genannt, anhand von MFU/MRU-Algorithmen (Most Frequently Used /Most Recently Used). Da sich diese Daten ständig ändern, überwachen intelligente Speichersysteme diese Daten und passen die Speicherressourcen den neuen Anforderungen automatisch an.

Der Anteil von Hot Data mag, verglichen mit der Gesamtkapazität des Speichersystems, relativ klein sein, mitunter nur drei bis fünf Prozent des Volumens. Jedoch können diese wenigen Daten bis zu 60 Prozent der I/O-Aktivität ausmachen. Diese hohe I/O-Intensität ist es, die L2 Caching so wertvoll macht. Nutzt man L2-Caching, kann ein hoher Anteil der I/Os vom Cache aus übernommen werden, was die Zugriffszeiten auf die Daten im Vergleich zu normalen Festplatten enorm verkürzt.

Bestimmt das Speichersystem, dass ein erweiterter Cache die I/O-Performance verbessern würde, migriert es Daten automatisch auf den L2 Cache, ohne dass ein Administrator das bestimmen muss. Das Speichersystem prüft den Bedarf an I/Os laufend, indem es die I/O-Muster überprüft.

Fortschrittliche Caching-Funktionen zu nutzen, bringt signifikante Vorteile, insbesondere für dynamische Umgebungen wie virtualisierte Server und für Applikationen, die geringe Latenzen benötigen. Caching kann die I/O-Performance, abhängig von der Applikation, bis zu 800 Prozent erhöhen.

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